Die Polizei kontrolliert zu Beginn des neuen Schuljahrs verstärkt entlang der Schulwege.
Die Polizei kontrolliert zu Beginn des neuen Schuljahrs verstärkt entlang der Schulwege. (Foto: Patrick Seeger)
Schwäbische Zeitung

Das Polizeipräsidium Konstanz wird zum Schulbeginn ab Montag in den vier zuständigen Landkreisen Konstanz, Ravensburg, Sigmaringen und im Bodenseekreis zur Verhinderung von Verkehrsunfällen gezielt in der Umgebung von Schulen und Kindergärten verstärkt Präsenz zeigen, teilt das Polizeipräsidium Konstanz mit. Zudem soll in Abstimmung mit den Kommunen verstärkt die Geschwindigkeit kontrolliert werden.

Insgesamt 74 Schulwegunfälle und damit drei Unfälle mehr als im vorherigen Jahr habe die Polizei im vergangenen Schuljahr 2017/2018 im Präsidiumsbereich aufgenommen. Auf den Landkreis Ravensburg entfallen elf Unfälle; im Vorjahr waren es 17. Bei den insgesamt 74 Schulwegunfällen seien ein Jugendlicher ums Leben gekommen, zehn Kinder und Jugendliche wurden schwer und 57 leicht verletzt.

Vielzahl an Unfällen durch Stürze und Rangeleien

Neben diesen Verkehrsunfällen ereigne sich allerdings eine Vielzahl von Unfällen mit Verletzten durch Stürze, Rangeleien und Unachtsamkeit an Bussen, Haltestellen sowie auf Geh- und Radwegen von und zur Schule, die der Polizei nicht zur Kenntnis gelangen, teilt Polizeivizepräsident Gerold Sigg laut Pressemitteilung weiter mit.

Zum Start der Aktion „Sicherer Schulweg“ werde deshalb, so der kommissarische Leiter des Polizeipräsidiums, wieder ein ganzes Maßnahmenpaket aus Verkehrsüberwachung und -prävention mit Unterstützung der Kommunen und Partner, die sich für Verkehrssicherheit einsetzen, zum Tragen kommen.

Augenmerk gilt den Haltestellen 

Neben der Einhaltung der Geschwindigkeit im Bereich von Schulen und auf Schulwegen gelte das Augenmerk der Polizei neben der Sicherheit von Schulbussen auch dem Verhalten von Autofahrern an Haltestellen und Fußgängerüberwegen, der Sicherung der Kinder im Auto und dem verkehrssicheren Fahrrad. „Zudem achten die Beamten darauf, ob vor Schulen oder Kindergärten Gehwege von Eltern-Taxis zugeparkt werden und deshalb andere Kinder auf ihrem Fußweg auf die Fahrbahn ausweichen müssen, wodurch sie einer größeren Unfallgefahr ausgesetzt sind, so Sigg.

Begleitet werden die Überwachungsmaßnahmen vom polizeilichen Schulwegtraining für die Erstklässler und der Radfahrausbildung als verpflichtender Unterricht für alle Viertklässler sowie vom Schulbustraining.

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