Die Ausstellung trägt den Titel „Refugien“.
Die Ausstellung trägt den Titel „Refugien“. (Foto: Sibylle Möndel)
Schwäbische Zeitung

„Refugien“ lautet der Titel der Ausstellung von Sibylle Möndel, die vom 13. Januar bis 17. Februar in der Kleinen Galerie in Bad Waldsee zu sehen ist. Die Malereien und Druckgrafiken der Künstlerin werden bei einer Vernissage am Sonntag, 13. Januar, um 11 Uhr offiziell zu sehen sein. Die Begrüßung hält Axel F. Otterbach, die Einführung übernimmt Clemens Ottnad, Kunsthistoriker und Geschäftsführer des Künstlerbundes Baden-Württemberg.

Wie die Veranstalter mitteilen, suchen Menschen einzeln oder in Gruppen sichere Orte – Zufluchtsstätten um Kraft zu schöpfen, zu verweilen oder sogar dauerhaft zu verbleiben. All diese thematischen Momente finde der Besucher in der Ausstellung „Refugien“. Sibylle Möndel schaffe mit der ihr eigenen Technik, gestische Malerei auf Leinwand verbunden mit den seriellen Möglichkeiten des Siebdrucks, geschichtete Bildräume in umfangreichen Zyklen. Natur in ihrer Vielfältigkeit – schattenhaft oder in verhaltener Farbigkeit – tauche wie aus Nebelschichten auf oder drohe darin zu entschwinden.

In „Waldstücke“ verwebt Möndel laut Pressemitteilung Baumfragmente mit dem Algorithmus 0/1 zu einem 14-teiligen Bilderfries. Denkbar wäre diese Partitur im Raum vielleicht als Abgesang auf den besonders im deutschen Kulturraum viel beschriebenen und besungenen Sehnsuchtsort Wald. Böte das zum Zeichen abstrahierte Haus Schutz? Als Pendant zu dieser installativen Hängung treffe der Besucher auf ein Feld aus 65 kleinformatigen Werken auf Leinwand, einem Kosmos aus Konstellationen aus Landschaft, Menschund Pflanze, immer wieder auftauchend, Zitate aus der technisierten Jetztzeit und das symbolträchtige Motiv Haus.

Möndel lade den Besucher ein, ihr in ihre künstlerischen Refugien zu folgen und ihre Bildräume zu betreten und sich eigene innere Rückzugsorte zu erschließen. Die Komplexität des Seins verweigere sich der Erfassung durch 0 und 1. Die Kunst lenke den Blick auf die Dinge hinter den Dinge – Poesie als Ziel.

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