Pferd wird auf der B30 zu Tode gefahren

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Das Auto wurde bei dem Unfall schwer beschädigt. (Foto: Ralf Zwiebler)
Redaktionsleiter

Zwei freilaufende Pferde haben am Dienstagabend einen Verkehrsunfall auf der B 30 bei Mattenhaus verursacht. Ein Tier starb bei der Kollision mit einem Auto sofort. Der Unfall weckt Erinnerungen an einen ähnlichen Fall im August 2015, als ebenfalls zwei Pferde für einen tödlichen Unfall auf der B30 verantwortlich waren.

Aus unbekannter Ursache sind die zwei Pferde laut Polizeibericht aus einer nahegelegenen Koppel ausgebrochen und auf die Fahrbahn gerannt. Dabei fuhr ein Fahrer eines Kleinwagens ein Pferd an und verletzte es. Wie die Polizei mitteilt, blieb der Fahrer selbst unverletzt. Am Auto entstand Sachschaden in Höhe von rund 1500 Euro.

Straße mehr als zwei Stunden gesperrt

Kurz darauf erfasste ein Autofahrer das zweite Pferd. Das Tier galoppierte ihm auf der Fahrbahn entgegen und wurde durch die Wucht des Aufpralls getötet. Der 55-jährige Fahrer erlitt Schnittverletzungen durch das gesplitterte Glas. Am Auto entstand Sachschaden in Höhe von rund 12 000 Euro.

Die B30 war für die Dauer der polizeilichen Ermittlungen sowie die Bergungsmaßnahmen an dieser Stelle für mehr als zwei Stunden komplett gesperrt.

Koppel war gut gesichert

Der Tod des Pferdes hat viele Bad Waldseer an einen tödlichen Unfall am 1. August 2015 erinnert. Auch damals rannten zwei freilaufende Pferde auf die B30 bei Mattenhaus und kollidierten mit zwei Autos. Damals wurde ein Mann und beide Pferde getötet.

Wie ein Polizeisprecher auf Nachfrage der „Schwäbischen Zeitung“ erklärt, handelte es sich damals um Pferde einer weiter entfernten Koppel. Der Vorfall hat sich also nicht wiederholt. Warum und wie die Tiere am Dienstagabend aus dem abgesperrten Areal ausbüchsen konnten, ist noch unklar. „Die Koppel war gut gesichert. Die Pferde müssen Panik bekommen haben, jedenfalls haben sie große Kräfte wirken lassen und ein massives Eisentor aufgebrochen“, erklärt der Polizeisprecher. Dem Pferdebesitzer könnten hinsichtlich der Sicherung der Koppel keine Vorwürfe gemacht werden.

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