Pfarrer Fridolin Heilig im Alter von 80 Jahren gestorben

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 Fridolin Heilig
Fridolin Heilig (Foto: Privat)
Schwäbische Zeitung

Der Trauergottesdienst findet am Samstag, 30. November, um 10.30 Uhr in der Pfarr- und Wallfahrtskirche Reute statt. Anschließend wird Fridolin Heilig auf dem Friedhof in Reute beerdigt.

Pfarrer Fridolin Heilig ist einen Tag nach seinem 80. Geburtstag verstorben. Der letzte Neupriester der Pfarrei Reute hat in seinem Leben viel erlebt und unterschiedliche Wirkungsstätten kennengelernt. Ein Nachruf:

Fridolin Heilig kam 1939 in Atzenreute als erstgeborener Sohn von Berta und Rudolf Heilig zur Welt. Wegen seiner Behinderung (Klumpfuß) musste er sich als Kind öfters Operationen unterziehen. Nach dem Besuch der Volksschule Gaisbeuren durfte er zur Erlangung des Abiturs nach Ehingen in das bischöfliche Josefinum. Sein Theologiestudium in Bonn und Tübingen unterbrach er für drei Jahre. In dieser Zeit absolvierte er beim Rathaus in Bergatreute – damals war Willi Fleischer Bürgermeister – eine Ausbildung zum gehobenen Verwaltungsdienst. 1970 wurde er in Rottenburg zum Priester geweiht. Er ist somit der letzte Neupriester der Pfarrei Reute.

Sein priesterliches Wirken hatte mehrere Stationen. Von 1970 bis 1972 war er Vikar in Villingen-Schwenningen. Die nächsten zwei Jahre war er Kaplan in Schwäbisch Gmünd, ehe er bis 1981 als Pfarrer in Weigheim, Mühlhausen und Tuningen wirkte. Von 1981 bis 1992 war Heilig als Pfarrer in Essingen und anschließend bis 2001 in Fridingen tätig.

Als Altersruhesitz wählte Heilig den Kurort Königsfeld. Hier brachte er sich als Pensionär weiter in der Seelsorge ein. Ein Jahr später erlitt Pfarrer Heilig einen Schlaganfall, mit der Folge einer rechtsseitigen Lähmung. Seit dieser Zeit war er auf einen Rollstuhl angewiesen. Auch mit dieser Belastung half er noch in der Kirchengemeinde Königsfeld aus, wenn Pfarrermangel herrschte.

Nach einem erneuten Schlaganfall im Jahr 2009 war der Umzug in ein Alten- und Pflegeheim in Königsfeld unumgänglich. Sein 40-jähriges Priesterjubiläum feierte er 2010 mit vielen Freunden und Gästen aus den früheren Pfarreien. Dank der guten Betreuung der Malteser freute sich Heilig jedes Jahr auf die große Wallfahrt zur Muttergottes in Lourdes.

Trotz seiner Behinderung nahm Fridolin Heilig rege am Geschehen in Kirche und Welt teil. Am 25. November feierte er noch seinen 80. Geburtstag. Einen Tag später verstarb er. Dem sich nahenden Tod stellte er sich voller Zuversicht und Hoffnung. Mit seinem überzeugten christlichen Glauben freute er sich auf das Leben in ewiger Herrlichkeit bei Christus.

Der Trauergottesdienst findet am Samstag, 30. November, um 10.30 Uhr in der Pfarr- und Wallfahrtskirche Reute statt. Anschließend wird Fridolin Heilig auf dem Friedhof in Reute beerdigt.

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