Ortschaftsräte beklagen sich über „Holperstrecke“

Lesedauer: 4 Min
 Weil sich die Straße von Reute hinunter nach Durlesbach in einem beklagenswerten Zustand befindet, gilt hier auf einer Länge vo
Weil sich die Straße von Reute hinunter nach Durlesbach in einem beklagenswerten Zustand befindet, gilt hier auf einer Länge von 500 Metern aus Sicherheitsgründen inzwischen „Tempo 30“. (Foto: Sabine Ziegler)
Freie Redakteurin

Mit dem „Straßenunterhaltungsprogramm 2019“ der Stadt Bad Waldsee hat sich nach dem Technischen Ausschuss des Gemeinderates nun auch der Ortschaftsrat von Reute-Gaisbeuren befasst. Mehrere Ortschaftsräte beklagten dabei in der jüngsten Sitzung insbesondere den sanierungswürdigen Zustand des Gemeindeverbindungsweges von Reute nach Durlesbach und die beidseitig ausgefahrenen Bankette in der Ortsdurchfahrt von Ankenreute.

Auf Beschluss des Technischen Ausschusses investiert die Kurstadt heuer insgesamt 350 000 Euro in die Sanierung ihrer Gemeindestraßen und schreibt dafür die Bauarbeiten aus. Auf die Gemarkung von Reute-Gaisbeuren entfallen hierbei laut Achim Strobel zwei Baumaßnahmen in Höhe von insgesamt 55000 Euro. „Damit können wir zufrieden sein, wenngleich der Zustand der Straße hinunter nach Durlesbach wirklich bedenklich ist und die eingestellten Mittel von 45000 Euro zunächst nur für die Planung, die geotechnische Beratung sowie den Sanierungseinstieg gedacht sind und nicht für die erwünschte Ausbesserung des Belages“, stellte der Ortsvorsteher die geplante Vorgehensweise der Kommune vor.

"Straße wurde mehrfach geflickt und ist immer noch voller Löcher"

Er unterstrich im Ortschaftsrat nochmals die Dringlichkeit einer Straßensanierung an dieser „Holperstrecke“. „Die Straße wurde bereits mehrfach geflickt und ist immer noch voller Löcher, deshalb gilt hier inzwischen aus Sicherheitsgründen auf einer Länge von 500 Metern auch ’Tempo 30’“, so Strobel dazu. Zudem habe es dort „Rutschungen“ gegeben. Bei der Straße hinunter nach Durlesbach handle es sich zwar nicht um eine Durchgangstraße, sie werde aber von Bewohnern der kleinen Ortschaft, von Besuchern des Bahnhofsdenkmals und von Schulbussen täglich befahren.

Auch die Ortsdurchfahrt in Dinnenried ist inzwischen als „Problemfall“ erkannt, nachdem Ortschaftsrat Wilhelm Heine auch im Verwaltungsausschuss des Gemeinderates um einen „baldigen Sanierungsabschluss“ gebeten hatte. Stadtbaumeisterin Andrea Denzel hatte zugesichert, in der nächsten Gemeinderatssitzung über den aktuellen Sachstand zu informieren. Mit Hilfe der eingestellten 10000 Euro im „Straßenunterhaltungsprogramm 2019“ sollen die notwendigen Planungen für Straßenbau und Breitbandausbau fortgeführt werden.

Die Räte Angelika Brauchle und Ottmar Schwarz beklagten im Zusammenhang mit wünschenswerten Straßenbaumaßnahmen den schlechten Zustand der Ortsdurchfahrt in Ankenreute. „Die Bankette sind völlig ausgefahren, weil dort viel Begegnungsverkehr herrscht und die Leute richtig durchrasen“, kritisierte Brauchle. Bekanntlich wird die Straße von Volkertshaus über Ankenreute nach Gaisbeuren von den Navigationssystemen als kürzeste Route zur B 30 empfohlen und deshalb sind auf der engen Straße seit Jahren deutlich mehr Fahrzeuge unterwegs als es die Straßenbreite zulässt. „Ja klar, es ist Verkehr, der dort gar nicht hingehört. Das wird sich aber erst ändern, wenn die Auffahrten von der L 300 und der L 316 auf die B 30 kommen“, bremste Strobel die Erwartung der Ortschaftsräte, das Fahrzeugaufkommen in Ankenreute und Arisheim könnte mit Hilfe von Tempolimits oder anderer Anordnungen nochmals weniger werden.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen