Die Pilger konnten ihre Bitten und ihren Dank auf ein Herz schreiben und es an einen Baum hängen, der symbolisch für den Maulbe
Die Pilger konnten ihre Bitten und ihren Dank auf ein Herz schreiben und es an einen Baum hängen, der symbolisch für den Maulbeerfeigenbaum des Evangeliums stand. (Foto: Franziskanerinnen von Reute)
Schwäbische Zeitung

Mehr zur Sternwallfahrt gibt es in Kürze auf der Internetseite der Gemeinschaft unter www.kloster-reute.de

Auf 21 verschiedenen Routen sind am Samstag, 7. Juli, bei der 16. Reuter Sternwallfahrt mehr als 400 Wallfahrer nach Reute zur seligen Guten Beth gekommen. Wallfahrt und Begegnung auf dem Reuter Klosterberg standen dieses Jahr unter dem Motto „Offene Augen – offene Herzen – offene Türen“. teilen die Franziskanerinnen von Reute mit.

Los ging es an den jeweiligen Startpunkten mit „Ankommen…und aufbrechen“. Den gesamten Weg über begleitete die Gruppen an verschiedenen Stationen die Zachäusgeschichte. In Reute erwarteten Schwestern die Pilgergruppen, die aus allen Himmelsrichtungen eintrafen. Es gab eine Stärkung mit Gut-Betha-Wasser und Brot, bevor der Wallfahrtsgottesdienst begann, dem P. Richard Dutkowiak vorstand.

Was ist im Leben wichtig?

In der Predigt ermutigte Pfarrer Stefan Werner, sich auf lebendige und aktualisierte Weise mit der Frage „Was ist in meinem Leben gewichtig?“ zu beschäftigen. Ausgehend von zwei Anspielen legte er dar, dass nicht alles im Leben gewogen, gemessen, gezählt werden kann. Gute Worte, Verletzung durch Lüge oder große Freude, könnten nicht gemessen werden. Wie Zachäus sich neu gefragt habe, was im Leben wichtig sei, habe er auch die WallfahrerInnen zu dieser Frage ermutigt, heitß es.

Bitte auf Herz schreiben

Im Anschluss an den Gottesdienst konnte der Einzelsegen mit der Gut-Betha-Reliquie empfangen werden. Zur Stärkung gab es Wurst und Wecken, Zopfbrot und Kaffee. Die Wallfahrtskirche und Pilgerstätte konnten besichtigt und an einer Kräutergartenführung teilgenommen werden. Es gab auch die Möglichkeit, seine Bitten und seinen Dank auf einem Herz geschrieben an einen Baum zu hängen, der symbolisch für den Maulbeerfeigenbaum des Evangeliums stand. Für die jungen Pilger gab es Mal- und Spielangebote. Bei Sonnenschein war Zeit zur Begegnung, zu Gespräch und Beieinandersein.

Um 16 Uhr endete der Sternwallfahrtstag mit dem Finale, bei dem alle Pilger um den mit Herzen behangenen Baum viele Kreise wie Jahresringe eines Baumes bildeten. Zur Erinnerung an den Auftrag „Offene Herzen zu haben“ bekamen am Schluss alle Teilnehmer ein kleines Herz für die Hosentasche, um sich immer wieder an die Stärkung des Tages greifbar erinnern zu können.

Wie Schwester Leonie Voitenleitner ausführt, sei es ein reicher, erfüllter und rundum gesegneter Tag gewesen. „Möge er Kraft und Ermutigung geben, selbst im Alltag mit offenen Augen und offenen Herzen Segen zu sein!“

Mehr zur Sternwallfahrt gibt es in Kürze auf der Internetseite der Gemeinschaft unter www.kloster-reute.de

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