Neues Gebäude für die Schlammbehandlung in der Kläranlage

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 In der Bad Waldseer Kläranlage stehen große Investitionen an.
In der Bad Waldseer Kläranlage stehen große Investitionen an. (Foto: Wolfgang Heyer)
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Rund eine Million Euro investiert die Stadt Bad Waldsee in ein neues Gebäude für die Schlammbehandlung auf dem Gelände der Kläranlage. Das hat der Ausschuss für Umwelt und Technik (AUT) in seiner jüngsten Sitzung einstimmig entschieden.

Wie aus der Sitzungsunterlage hervorgeht, handelt es sich bei dem Vorhaben um ein Bestandteil des Entwicklungskonzeptes zur Abwasserreinigung in der Kurstadt. Der Ausschuss hat darüber vor wenigen Monaten beraten und der Gemeinderat hat die Verwaltung im Dezember damit beauftragt, die erforderlichen Planungsaufträge vorzubereiten. Das Schlammentwässerungsgebäude stammt aus dem Jahr 1974. „Es wurde überprüft und weist erhebliche Mängel in der Bausubstanz, Arbeitssicherheit und der elektrischen Installation auf. Eine Sanierung ist technisch und wirtschaftlich nicht darstellbar“, heißt es in der Sitzungsvorlage. Das Gebäude soll daher abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden.

Im neuen Gebäude soll zukünftig die gesamte Schlammbehandlung konzentriert werden. Bislang war dieser Arbeitsschritt auf zwei Gebäude verteilt. Die Investitionskosten für den Neubau werden mit rund 750 000 Euro veranschlagt. Weitere 300 000 Euro werden für die neue Überschussschlammentwässerungsanlage fällig. Die neue Anlage soll ebenfalls im Gebäude für die Schlammentwässerung ihren Platz finden. „In der Überschussschlammentwässerungsanlage wird der aus dem Nachklärbecken kommende Schlamm mit Hilfe von Polymeren – Bindemitteln – entwässert. Danach wird der Schlamm zur Ausfaulung in den Faulturm gepumpt“, bemühte sich Harald Beyrle, Leiter der Abteilung Gewässer und Abwasser, um eine verständliche Erklärung und zeigte den Stadträten außerdem ein Video der Anlage, die aus dem Jahr 1997 stammt.

CDU-Stadträtin Sonja Wild hakte bei dieser Anlage nach und wollte wissen, ob sie stillgelegt wird. Dazu Beyrle: „Wir sind froh, dass sie 22 Jahre gelaufen ist. Sie wird dann abgebaut.“ Wild informierte sich nach der gängigen Lebenszeit einer solchen Maschine. Beyrle ließ wissen, dass es sich um ein „stolzes Alter“ handelt, da die Anlage rund um die Uhr laufe. Franz Spehn (FW) fragte, ob die neue Anlage dann auf die zukünftige Zusammenlegung mit der Kläranlage in Reute ausgelegt ist. Beyrle bejahte das.

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