Neuer Chefarzt startet in Bad Waldsee

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Neuer Chefarzt Andreas Suckel startet in Bad Waldsee
Andreas Suckel ist neuer Chefarzt der Klinik für Chirurgie am Krankenhaus Bad Waldsee. Am Sonntag stellt er sich der Bevölkerung vor.

Andreas Suckel war zuvor unter anderem Chefarzt für Endoprothetik, Orthopädie und Unfallchirurgie an der Regiomed Klinik Neustadt bei Coburg sowie an der Helios-Klinik Frankenwald in Kronach, Geschäftsführender Oberarzt der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie am Katharinenhospital in Stuttgart sowie Oberarzt an der orthopädischen Universitätsklinik in Tübingen.

Krankenhaus Bad Waldsee:

Fälle insgesamt (Innere, Chirurgie und HNO): 4279 in 2017 (Vorjahr: 4241)

Endoprothetik (Knie und Hüfte): 816 in 2017 (Vorjahr: 840)

Personal: 187

Notfallpatienten: 7346 in 2017 (Vorjahr: 7087); davon stationär 1195 (kik)

Zurück in der oberschwäbischen Heimat: Andreas Suckel hat als neuer Chefarzt der Klinik für Chirurgie am Krankenhaus Bad Waldsee seinen Dienst aufgenommen. Der 50-Jährige tritt damit die Nachfolge von Karl Utz an, der weiterhin als Arzt am Waldseer Krankenhaus operieren wird. Suckel war zuletzt Chefarzt in Neustadt bei Coburg. Mit dem Wechsel in die Kurstadt schließt sich ein Kreis, denn von 1996 bis 1998 war das Waldseer Krankenhaus für den damals jungen Assistenzarzt eine wichtige Station seiner chirurgischen Fachausbildung.

Vor etwa drei Jahren hat die Oberschwabenklinik mit der Suche nach einem Nachfolger für den langjährigen und beliebten Chefarzt Karl Utz begonnen. „Wir haben uns die Suche bewusst nicht einfach gemacht“, erläuterte OSK-Geschäftsführer Sebastian Wolf bei einem Pressegespräch am Dienstag in der Waldseer Klinik. „Wir wollten nicht nur aufs Fachliche setzen, sondern eine maßgeschneiderte Lösung.“ Mit Suckel sei das gelungen, da er auch mit den Menschen in Oberschwaben auf Augenhöhe sei. Denn für den gebürtigen Münchener ist die neue Chefarztposition in der Kurstadt eine Rückkehr zu seinen oberschwäbischen Wurzeln. Suckel wuchs in Ravensburg auf, machte am Spohn-Gymnasium sein Abitur, gehörte dem Trommlerkorps an und spielte Eishockey in den Jugendteams des EV Ravensburg.

Chirurgen-Ausbildung soll weiter ausgebaut werden

Mit dem Krankenhaus Bad Waldsee hat Suckel, der mehr als 5000 Operationen aufweisen kann und Knie-Operationen als seine bevorzugten Eingriffe beschreibt, viel vor. So will er den Standort für Gelenkmedizin als seit Jahrzehnten gewachsener OSK-Schwerpunkt noch weiter entwickeln und voranbringen. „Von der Schulter bis zum Fuß“ wolle das Krankenhaus nach Angaben von Wolf und Suckel die gesamte Bandbreite abbilden. Dazu gehöre, dass es nicht nur den Chefarzt als Spezialisten mit einem breiten Spektrum gebe, sondern auch unter den Oberärzten noch mehr Experten für die einzelnen Gelenkbereiche. „Ich bin ja kein Solo-Player, der sein Team hinter sich kommandiert“, so Suckel. Daher wolle er unter anderem die bereits in der Chirurgen-Ausbildung bestehende Kooperation mit der Unfallchirurgie am Elisabethenkrankenhaus in Ravensburg weiter ausbauen und fördern. Zudem will Suckel die Organisationsstrukturen vereinfachen, sodass Patienten auch im Chefarzt ihren Ansprechpartner finden – und das möglichst unkompliziert. Dass Vorgänger Utz als Senior Operateur im Team und damit weiterhin für die nächsten Jahre am Krankenhaus Bad Waldsee ärztlich tätig sein wird, bezeichnete Wolf als Glücksfall. Gemeinsam mit Suckel sei das eine „geballte Kompetenz, die in der Region ihresgleichen“ suche.

Das Team wird geschätzt

Suckel hatte seit 2000 seine Heimat in Stuttgart und pendelte zuletzt in die Klinik nach Neustadt. Gerne hätte er an seiner neuen Wirkungsstätte in Bad Waldsee gewohnt. „Das wäre topp gewesen, aber in Waldsee was Passendes zu finden, kann man komplett vergessen. Das ist ja schlimmer als in Stuttgart.“ Fündig wurde er in Weingarten, was ebenfalls schön sei und nicht weit von Bad Waldsee entfernt liegt. Was nun noch fehle zum Glück sei seine frisch angeheiratete zweite Ehefrau, die noch in Stuttgart wohne. „Sie ist noch auf der Suche nach einer vergleichbaren Stelle hier“, berichtete der neue Chefarzt, der unlängst seinen 50. Geburtstag gefeiert hat.

Was er am Krankenhaus Bad Waldsee besonders schätze, sei das Team: „Die Mitarbeiter haben immer ein Lächeln im Gesicht, das zeichnet das Haus aus und ist heutzutage nicht mehr selbstverständlich, da das Pflegepersonal in vielen Kliniken nur noch unter Zeitdruck am Rennen ist“, so Suckel, der in der Klinik viele bekannte Gesichter wieder gesehen hat. Dass der „gute Personalschlüssel“ an einem kleineren Krankenhaus etwas Besonderes sei, bestätigte auch OSK-Geschäftsführer Wolf. Ein Zentralversorger-Krankenhaus wie das EK in Ravensburg könne die persönliche Betreuung durch die Rahmenbedingungen des Gesundheitswesens und der Krankenhaus-Finanzierung zwangsläufig nicht so bieten wie die Waldseer Klinik.

Suckel stellt sich am Tag der Gelenkmedizin am Sonntag, 14. Oktober, von 11 bis 17 Uhr am Waldseer Krankenhaus der Bevölkerung vor. Zudem gibt es Vorträge, Präsentationen und Unterhaltung im Festzelt.

Andreas Suckel war zuvor unter anderem Chefarzt für Endoprothetik, Orthopädie und Unfallchirurgie an der Regiomed Klinik Neustadt bei Coburg sowie an der Helios-Klinik Frankenwald in Kronach, Geschäftsführender Oberarzt der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie am Katharinenhospital in Stuttgart sowie Oberarzt an der orthopädischen Universitätsklinik in Tübingen.

Krankenhaus Bad Waldsee:

Fälle insgesamt (Innere, Chirurgie und HNO): 4279 in 2017 (Vorjahr: 4241)

Endoprothetik (Knie und Hüfte): 816 in 2017 (Vorjahr: 840)

Personal: 187

Notfallpatienten: 7346 in 2017 (Vorjahr: 7087); davon stationär 1195 (kik)

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