29 jungen Leute absolvieren derzeit ein Freiwilliges Soziales Jahr bei der St. Elisabeth-Stiftung und nahmen teil an den Bildung
29 jungen Leute absolvieren derzeit ein Freiwilliges Soziales Jahr bei der St. Elisabeth-Stiftung und nahmen teil an den Bildungstagen im Kloster Reute und in Heggbach. (Foto: Sabine Ziegler/St. Elisabeth-Stiftung)
Schwäbische Zeitung

Jugendliche, die sich nach dem Schulabschluss für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) entscheiden, tauschen für eine Weile Theorie gegen Praxis. Bei der St. Elisabeth-Stiftung stehen derzeit 56 FSJler unter Vertrag, die sich in sozialen Einrichtungen engagieren und das „Brückenjahr“ zur eigenen Berufsfindung nutzen. Das teilt die Einrichtung mit.

Bei Bildungstagen im Kloster Reute und in Heggbach erfuhren die jungen Leute, welche Aufgabenfelder das Unternehmen mit seinen 2500 Mitarbeitenden abdeckt und warum der Dienst am Menschen lohnenswert ist. „Die hier angesprochenen Themen sind hilfreich für meine tägliche Arbeit im Heggbacher Werkstattverbund“, freut sich Finn Waibel (21) aus Eberhardzell. Der Abiturient leistet sein FSJ in der Schlosserei der WFBM Biberach ab und übernimmt auch Fahrdienste. „Ich wollte bis zum Beginn meiner Ausbildung im Herbst 2020 etwas Sinnvolles machen und dafür eignet sich dieses soziale Jahr bestens“, so der angehende Chemielaborant.

„Ich betrachte das FSJ als Weiterbildung für mich und als Vorbereitung für den Einstieg ins Berufsleben“, sagt Tamara Müller aus Schwarzenbach, der die Bildungstage inhaltlich zugesagt haben. Die 16-jährige Realschulabsolventin betreut Senioren im Wohnpark St. Josef Altshausen, bevor sie eine Ausbildung zur Hotelfachfrau aufnimmt.

Bei dieser fünftägigen Weiterbildung kamen laut Pressemitteilung alle 29 Teilnehmer auf ihre Kosten. In Workshops wurde unter anderem das Seelsorgekonzept der Stiftung vorgestellt, der richtige Umgang mit Sterben und Tod kam zur Sprache. Für die Jugendlichen war dies ebenso spannend wie das Kennenlernen der Gebärdensprache als Form der Kommunikation mit Menschen mit Behinderung. „Da wurden interessante Aspekte angesprochen, mit denen ich noch nie zu tun hatte“, so Finn Waibel.

Unter Anleitung einer Karrierebegleiterin konnten die FSJler in Heggbach darüber hinaus ihre eigenen Stärken herausarbeiten und ein Bewerbungstraining durchlaufen. Mithilfe von Erlebnispädagogik, Sinneswahrnehmung und Teamentwicklung erfuhren die Teilnehmer, wie teamfähig sie am Arbeitsplatz sind.

Für Carina Oettinger von der Personalentwicklung der Stiftung war es wichtig, „über die christlichen Werte zu sprechen, die für unsere tägliche Arbeit Bedeutung haben, und die Vielfalt der Stiftung vorzustellen“. Dadurch könnten sich die Freiwilligen besser mit dem Unternehmen identifizieren und sich in sozialen Berufsfeldern orientieren.

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