Musikkapelle Haidgau erhält 5393 Euro aus „Kunst trotz Abstand“

Lesedauer: 4 Min
Schwäbische Zeitung

Ob Musik, Schauspiel, Kino oder bildende Kunst: Kultur soll im kleineren Rahmen auch während der Corona-Pandemie möglich sein. Für dieses Ziel setzt sich das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst mit dem Impulsprogramm „Kunst trotz Abstand“ ein. Von der dritten Förderrunde profitiert auch die Musikkapelle Haidgau. Für die Umsetzung des Projektes „Digitales Jahreskonzert – Digitales Wohnzimmerkonzert“ erhält der Verein 5393 Euro.

„Kunst und Kultur können stattfinden“

„Das Land ist ein verlässlicher Partner für die Kulturszene – auch und vor allem unter Pandemiebedingungen“, sagen dazu die Landtagsabgeordneten Petra Krebs (Grüne) und Raimund Haser (CDU) in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Das Projekt der Musikkapelle Haidgau zeige vorbildlich, wie Kunst und Kultur unter widrigen Bedingungen stattfinden können. In dieser Förderrunde wurden 66 Projekte mit einem Gesamtfördervolumen von 1,7 Millionen Euro ausgewählt. Das Programm sei ein „wichtiges Zeichen in schwierigen Zeiten für Künstler: Die Politik lässt die Kunst nicht im Stich“.

Insgesamt fördert das Land im Rahmen des Landesprogramms 252 Projekte mit rund 6,5 Millionen Euro. Für die verbleibende Fördersumme von rund einer Million Euro ist eine weiterführende Ausschreibung geplant. Die Mittel für das Impulsprogramm „Kunst trotz Abstand“ stammen aus dem Masterplan „Kultur BW“ von Kunstministerin Theresia Bauer, mit dem sie dem Kulturbetrieb im Mai verschiedene Hilfsangebote in Corona-Zeiten zugesagt hatte. Das Impulsprogramm „Kunst trotz Abstand“ schließt an das Programm „Kultur Sommer 2020“ an. Die Mittel stammen aus dem Corona-Hilfsprogramm für Kunst und Kultur.

Zum Programm „Kunst trotz Abstand“

Gefördert werden künstlerische Darbietungen sowie die Entwicklung und Erprobung neuer Formate, zielgruppenspezifischer Angebote und künstlerischer Konzepte, die trotz der derzeitigen Auflagen umgesetzt werden können. Antragsberechtigt sind Kultureinrichtungen (zum Beispiel Soziokulturelle Zentren, Theater, Orchester, Bands und Ensembles, Museen, Kinos und Clubs) sowie Vereine der Breitenkultur mit Sitz in Baden-Württemberg.

Gefördert werden unter anderem Honorare für das Engagement freiberuflicher Künstler aller Sparten sowie anteilige Honorarkosten, die Vereine der Breitenkultur für Chorleiter und/oder Dirigenten zahlen. Zu den Förderkriterien gehören künstlerische Qualität, Qualität der Zielgruppenansprache, der Beitrag des Projekts zur Positionierung und/oder Neuausrichtung des Antragstellers und dessen künstlerischen und kulturellen Angebots sowie die Angemessenheit der Kosten.

Meist gelesen in der Umgebung

Die Kommentarfunktion ist für Sie aktuell gesperrt. Bitte wenden Sie sich an unseren Kundenservice für weitere Infos.
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen

Mehr Themen