Mensa-Halle wird im März saniert – und wo ist die Ausweichmöglichkeit?

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 Die Sanierungsarbeiten in der Halle des Mensagebäudes auf dem Döchtbühl beginnen am 4. März.
Die Sanierungsarbeiten in der Halle des Mensagebäudes auf dem Döchtbühl beginnen am 4. März. (Foto: Wolfgang Heyer)
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Der Wasserschaden in der Mensa-Halle auf dem Döchtbühl wird ab März repariert. Das hat der Verwaltungsausschuss in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen. Laut Planung bleibt die Halle für den Schul- und Vereinssport bis Januar 2020 geschlossen. Als mögliches Ausweichquartier wurde die Schwemme in der Stadthalle genannt.

Bernhard Schultes (FW) eröffnete die Debatte im Gremium mit zwei Fragen, die sich viele Bad Waldseer seit dem Bekanntwerden des Wasserschadens stellen: „Bleiben die Kosten alle bei uns hängen?“. Damit spielte er auf etwaige Schadensersatzforderungen an. Thomas Manz, Erster Beigeordneter der Stadt, antwortete vage: „Wir wissen es noch nicht, gehen aber davon aus, dass es vielleicht noch etwas geben könnte.“ Schultes zweite Frage zielte auf eine Ausweichmöglichkeit während der langen Sanierungszeit an. Die zuständige Fachbereichsleiterin Gerlinde Buemann ließ dazu wissen, dass „überprüft wird, ob die Schwemme eine Option darstellt“. Zudem würden Gespräche mit den Schulleitern geführt, ob Unterrichtszeiten verschoben werden können. Schultes äußerte sich im Hinblick auf die Ersatzlösung in der Schwemme skeptisch und meinte, dass der Raum für den Sportunterricht ungeeignet ist und wies auf fehlende Umkleiden hin. Ob die Vereine bei der Thematik eingebunden sind, wollte der Freie Wähler noch nach. Buemann bejahte. In puncto Schwemme bestätigte sie, dass Ballspiele dort nicht möglich sind. Daher würde auch in den Ortschaften geprüft, ob „Teilsport dorthin ausgelagert“ werden kann.

Sonja Wild (CDU) informierte sich, ob bei der Ursachensuche des Wasserschadens auch Boden außerhalb der Halle abgetragen wird. Stadtbaumeisterin Andrea Denzel verneinte und erklärte, dass der Boden innen in der Halle komplett bis auf den Betonboden hinab herausgerissen wird: „So hoffen wir zu sehen, wo die undichten Stellen sind.“ Wilhelm Heine (CDU) vermutete hinter dem Wasserschaden Quell- oder Druckwasser und fragte ebenfalls nach Baumaßnahmen außerhalb der Halle. Dazu Denzel: „Wir kennen die Ursache nicht und können an den Köcher nicht wie ein Maulwurf hinkommen.“ Schließlich wurde stehendes Wasser in den Stützenköchern der Sporthalle ausfindig gemacht. Und so liege für die Stadt die Vermutung nahe, dass beim Bau der Halle die tiefer liegenden Köcher die Wasserdichtigkeit des Fundaments zerstört haben. „Oder es kommt aus dem Bereich der Geräteräume, wo wir an den Fugen zwischen Boden und Wand undichte Stellen haben“, verdeutlichte Denzel die Komplexität der Sanierungsmaßnahme. Daher sei ausreichend Zeit dafür eingeplant worden.

Simone Martin (CDU) hakte beim direkt angrenzenden Spielplatz neben der Halle nach und wollte wissen, ob er komplett abgebaut wird. Denzel nickte: „Ja, die gesamte Baustelleneinrichtung wird in diesem Bereich stattfinden.“ Ob die Toiletten in der Etage der Mensa von den Bauarbeiten betroffen sein werden, wollte Martin außerdem wissen. Das ist nicht der Fall, klärte Denzel auf. Die Arbeiten beginnen laut Planung am 4. März. Die Wiedereröffnung ist für den 13. Januar 2020 geplant.

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