Mehr als 55 Mehlschwalbennester in Steinenberg

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Auf dem Hof von Altlandwirt und Altgemeinderat Karl Kranz in Steinenberg scheinen sich Schwalben besonders heimisch zu fühlen. Die Familie freut sich seit Jahrzehnten über den jährlichen, regen Zuspruch von Schwalben auf ihrem Hof.

Vater und Sohn sind begeisterte Landwirte und sorgen sich daher um Natur- und Tierwelt und tun auch alles, damit die Schwalben wieder gerne auf das Hofgrundstück zurückkehren. In der „Schwäbischen Zeitung“ lasen sie kürzlich im Artikel mit der Überschrift „.Eine der größten Mehlschwalben-Kolonien“ vom Bio-Bauernhof Schad (Kreuztal) darüber, dass sich auf dem dortigen Hof eine der größten Mehlschwalbenkolonien im Landkreis Ravensburg mit 30 bezogenen Nestern angesiedelt hat. „Wir haben bei uns allein an der Westseite der Stallungen 55 Mehlschwalbennestern.

Im stets offenen Stallbereich haben sich zusätzlich Rauchschwalben angesiedelt. Auch an einem weiteren Ökonomiegebäude befinden sich Schwalbennester“, berichten Karl und Siegbert Kranz stolz.

Wohlfühloase für Vögel

Auf dem konventionell betriebenen Bauernhof wird alles getan, damit sich die Vögel wohlfühlen können. Die Stalltüren bleiben offen. Unter dem breiten Vordach wurden an der rau verputzten Wand Latten als Stützen für die Nester angebracht. Die ortstreuen Schwalben finden hier genügend Platz für ihre Brutstätten vor. Zudem wurde eine Stelle mit lehmiger Erde eingerichtet. Es ist sei spannend zu beobachten, wie die kleinen Baukünstler vertikal und horizontal arbeiten, um ihre Nistplätze anzukleben. Momentan könne man miterleben, wie die wendigen Flugakrobaten im Sekundentakt die Nester anfliegen.

Wo viel Vieh ist, gäbe es auch viele Fliegen und die gehörten zur Nahrung der Schwalben. Die Familie Kranz sorgt auch dafür, dass Insekten ein blühendes Revier vorfinden. Ganz in der Nähe an der Straße nach Michelwinnaden und auch Richtung Haslanden wurden blühende Ackerrandstreifen angelegt. Schmetterlingen, Hummeln, Bienen und viele andere Insekten tummeln sich hier. Karl Kranz zeigte auf dieses blühende Blumenvielfalt, wo es brummt und summt.

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