Kultur als Bindemittel unserer Gesellschaft

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 Markus Leser, Fabian Massier, Sarah Kasseckert und Brian Lausund (von links) sprachen gemeinsam über Kultur als Bindeglied der
Markus Leser, Fabian Massier, Sarah Kasseckert und Brian Lausund (von links) sprachen gemeinsam über Kultur als Bindeglied der Gesellschaft. (Foto: Tim Kirn)
Schwäbische Zeitung

Sarah Kasseckert und Markus Leser, Kandidaten der Liste von Bündnis 90/Die Grünen, luden vergangenen Freitag zu „Kultur im Gespräch“ ein.

Ihre Gäste hätten laut Pressemitteilung nicht interessanter nicht sein können. So waren Brian Lausund, Geschäftsführer des Hoftheaters Baienfurt und freischaffender Künstler, sowie der als DJ Masaje in Waldsee und weit darüber hinaus bekannte Fabian Massier eingeladen.

Das Schaufenster des „Zukunftsladens“, in dem sie mit Blick zu den Besuchern saßen, schuf symbolisch die Verbindung zur Öffentlichkeit. Als Einstimmung verwandelte Eric Hohl, ebenfalls Kandidat auf der Liste, mit Songs den Raum kurzzeitig in ein britisches Pub.

Im moderierten Gespräch antwortete Lausund, für ihn bedeute Kunst ein „Livemoment, einen Austausch im Augenblick“. Er sieht in Kunst und Kultur eines der bedeutendsten verbindenden Elemente für unsere Gesellschaft, die ohne gemeinsame Kunsterlebnisse immer weiter auseinanderdrifte.

Auch Massier ist der Überzeugung, dass Kulturevents besondere Ereignisse seien, die die unterschiedlichsten Menschen, abseits des Alltags, zusammenbrächten. Er berichtete auch zur Freude der Zuhörerinnen und Zuhörer über seine Anfänge im Bad Waldseer Jugendclub Young Culture. Nach intensiven Jahren mit viel Publikum beobachtet er, dass die Jugendlichen immer weniger ausgehen. Er bedauert das, denn diese Lebensphase könne später nicht nachgeholt werden. Lausund ergänzte, dass auch Wirtschaftsvertreter es für erforderlich halten, Schul- und Uniabgänger in Kunst- und Theatermaßnahmen einzubeziehen. Klare Worte gab es auch zur Frage städtischer Fördergelder. Nach Lausund dürfe die Kultur nicht nur als schmückendes Beiwerk angesehen werden, sondern als ein essentielles Lebens- und Gestaltungsmittel jeder Gemeinde. Ein Kulturausschuss sei nur unter dieser Prämisse sinnvoll.

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