Kostenfreies Wlan wird es in den Rehakliniken weiterhin nicht geben

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Kostenfreies Wlan wird es in den Rehakliniken weiterhin nicht geben.
Kostenfreies Wlan wird es in den Rehakliniken weiterhin nicht geben. (Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa)

Kostenfreies Wlan in den Städtischen Rehakliniken in Bad Waldsee ist immer wieder ein Wunsch, der von Patienten geäußert wird. Während sich die Oberschwabenklinik (OSK) nun dazu entschlossen hat, Wlan für Patienten und Besucher in allen Häusern künftig kostenfrei anzubieten (die SZ berichtete), wird die Nutzung in den Rehakliniken weiterhin nur gegen Gebühr möglich sein.

So schreibt beispielsweise eine Patientin in einem Klinikbewerung-Internetportal: „Wie die meisten Patienten finde ich auch die Fernsehgebühr und Wlan-Gebühr total veraltert.“ Nach Auskunft von Peter Blank, Direktor der Städtischen Rehakliniken, sei jedoch anstelle von kostenfreiem Wlan für Patienten der Eintritt in die Therme frei. „Das ist in unseren Augen sinnvoller und ein größerer Gegenwert als kostenfreies Internet.“

Freies Wlan überall im Stadtgebiet

Blank stellte zudem klar, dass es im Stadtgebiet freies Wlan gebe und die Reha-Kliniken keine Hotels seien. Es werde viel Geld für die Verfügbarkeit von Wlan in allen Häusern und auf allen Stockwerken ausgegeben. „Auch wir müssen erst einmal in Wlan investieren.“ So habe die technische Aufrüstung in der Klinik Mayenbad im vergangenen Jahr alleine 35 000 Euro gekostet. Im Elisabethenbad stünden dieses Jahr die technischen Umsetzungen an, beim Maximilianbad sei bereits beim Bau im Jahr 2009 darauf geachtet worden.

Obgleich alle drei Rehakliniken in den vergangenen Jahren saniert wurden und laufend auf dem neuesten Stand gehalten werden, kommt der Eingangsbereich im Maximilianbad etwas veraltert daher. Auch das wird unter anderem auf den Internet-Bewertungsportalen angesprochen. So schreibt eine Patientin beispielsweise: „Einziges mini Kontra ist der etwas in die Jahre gekommene Aufenthalts- und Eingangsbereich, der dem restlichen modernem und harmonischen Erscheinungsbild im A-Bau angepasst werden sollte.“ Die geplante Sanierung und Modernisierung des Foyers steht laut Blank „noch aus“, werde aber nicht mehr in 2018 umgesetzt.

Dafür stehen andere Investitionen an: So soll im laufenden Jahr das Parkdeck Mayenbad für 200 000 Euro saniert werden und für 500 000 Euro das Dach des Maxibad-Schwimmbads. Insgesamt wurden nach Auskunft des Bäderdirektors in den vergangenen 18 Jahren 35 Millionen Euro „ohne Mittel der Stadt“ in den städtischen Rehabereich investiert – sei es für die Zimmer-Sanierungen, in die neue Sauna, die Medizinischen Trainingstherapie oder den Bau des Maxi-Bads. Auch der Schuldenstand konnte kontinuierlich abgebaut werden: von einem Höchstand von 7,4 Millionen Euro 2010 auf voraussichtlich 2,8 Millionen Euro Ende 2018.

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