Elena Becker (Mitte mit Blumen) freut sich zusammen mit allen Interpreten über den sehr gelungenen Abend.
Elena Becker (Mitte mit Blumen) freut sich zusammen mit allen Interpreten über den sehr gelungenen Abend. (Foto: Rudi Heilig)
Rudi Heilig

Im Jugendkulturhaus Prisma mussten am Donnerstagabend weitere Stühle angeschafft werden, um den Besucherandrang zu bewältigen. Alle wollten beim Sommerkonzert der Gesangsklasse der Jugendmusikschule Bad Waldsee mit dem Titel „Film, Pop und Musical“ dabei sein. Elena Becker, seit 19 Jahren als Lehrerin für Klavier und Gesang in der musikalischen Ausbildung der JMS sehr erfolgreich tätig, freute sich riesig über das große Interesse der Besucher.

Mit hohem Ehrgeiz betraten 15 Jugendliche und auch junge Erwachsene die Bühne. Die Auswahl der Stücke trafen zumeist die Interpreten selbst, vereinzelt auch nach Empfehlung der versierten Musikpädagogin. Gerne wäre auch Zanele Sickinger, welche beim Winterkonzert ihren großen Einstand brachte, wieder mit dabei gewesen. Doch wegen Krankheit musste sie das Bett hüten. So durfte als Debütantin Lia Lemmle sehr selbstsicher mit „Fly me the moon“ das über Drei-Stunden-Programm eröffnen. Ihr zweiter Titel war „I don`t know how to love him“. Emily Koop folgte mit „First day of my life“ und „Faded“. „Sehr schön, mach weiter so“, lautete hier das Lob von Becker, welche neben der Moderation auch den ganzen Abend am Keybord einfühlsam begleitete.

„Es macht Spaß, dir zuzuhören“, dieses Kompliment erzielte Magdalena Bohner mit „Hijo de la luna“ (Loona) und „Jar of hearts“. Lotta Hüttich – früher aufgeregt, heute vollkommen souverän – überraschte mit „I wish you love“ und „Almost lover“. Wegen Krankheit musste Jule Unger zweimal pausieren, umso mehr Applaus erzielte sie deshalb heuer bei „Die Schöne und das Biest“ und „Seite an Seite“. Lilli Malls Wahl fiel auf „Set fire to the rain“ (Adele) und „Naked“. Damit entlockte sie Becker ein „wunder-wunderschön“. „Hoffentlich lässt der Stimmbruch bei Benedikt Rundel (13) noch lange auf sich warten“, so der Wunsch der Pädagogin; sang er doch mit glockenheller Knabenstimme „Up“ und „Photograph“. Schon mit Männerstimme überzeugte aber Niklas Dümmler die sehr aufmerksamen Zuhörer. Er brachte „Supermarket flowers“ und von A.L.Webber den Ohrwurm „Memory“ überzeugend auf die Bühne.

Mit Halsschmerzen konnte Mara Schmidinger nicht wie geplant mit „Gabriella`s song“ glänzen. Doch sie wagte sich sehr selbstsicher an „Make you feel my love“ und „When we were young“ (beide Adele) heran. Anika Held (Becker: „reife Klavierspielerin, reife Stimme“) glänzte mit „Hymn for the weekend“ (Coldplay) und „No roots“. Mit „What about us“ (Pink) und „A night like this“ entlockte Nina Wild ihrer Lehrerin ein paar Tränchen.

Gleich mehrmals standen die Geschwister Natalie und Kristina Hepp auf der Bühne. Helene Fischers „Du lässt mich sein, so wie ich bin“ und „Angel“ war Natalies großer Part. Mit „Flashlight“ (Jessie J) und „Zombie“ (The Cranberries) sang sich Kristina in die Herzen der Besucher. Bei „Auf uns“ glänzte dann das Duo, hier begleitete Kristina selbst mit der Gitarre. Als Superstar-Sängerin wurde Martha Geiger (sie ist bereits promovierte Ärztin in Wangen) von Becker angekündigt. Mit „You take my breath away“ und „A little fall of rain“ (Les Miserables) erfüllte sie diesen Anspruch total. Als langjähriger Becker-Schüler zog der 24-jährige Vollprofi Georgios Sideropoulos mit „Hang me, oh hang me“ (Oskar Isaac) und „Die Eine“ (Voltkid) zum Finale alle Register. „Mit Elena Becker hat Bad Waldsee das große Los gezogen, ihre Professionalität und Leidenschaft ist bei den Gesangsschülern erlebbar“, lautete der Schlusskommentar von Hajo Leuter.

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