Jugendschutz in der Fasnet: Das sollten Eltern und Veranstalter wissen

Lesedauer: 3 Min
Was ist erlaubt und was nicht? Das Ordnungsamt der Stadt Bad Waldsee weist in Hinblick auf die bevorstehenden Fasnets-Veranstalt
Was ist erlaubt und was nicht? Das Ordnungsamt der Stadt Bad Waldsee weist in Hinblick auf die bevorstehenden Fasnets-Veranstaltungen noch einmal auf das Jugendschutzgesetz hin. (Foto: dpa/Alexander Heinl)
Schwäbische Zeitung

In der Fasnet werden viele Veranstaltungen angeboten, die gerade auch bei Jugendlichen sehr beliebt sind. Damit die närrische Zeit für Jugendliche, Eltern und Veranstalter fröhlich und sicher beleibt, weist das Ordnungsamt der Stadt Bad Waldsee in einer Pressemitteilung nochmals auf die wichtigsten Bestimmungen für Kinder und Jugendliche hin.

Unter 16 Jahren

Für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren ist der Besuch einer Tanzveranstaltung ohne Begleitung einer personensorgeberechtigten Person, zum Beispiel der Eltern, oder erziehungsbeauftragten Person, zum Beispiel einer volljährigen Person mit schriftlicher Vollmacht, verboten, es sei denn, es ist eine Veranstaltung eines anerkannten Trägers der Jugendhilfe oder eine Brauchtumsveranstaltung.

Alkohol in jeder Form ist tabu. Es gilt Rauchverbot in der Öffentlichkeit und ein Verbot der Abgabe von Tabakwaren, nikotinhaltiger Erzeugnisse, elektronischer Zigaretten und elektronischer Shishas sowie deren Behältnisse.

Ab 16 Jahren

Jugendliche ab 16 Jahre dürfen ohne Begleitung eines Erziehungsberechtigten bis längstens 24 Uhr auf öffentlichen Veranstaltungen feiern gehen.

Erlaubte alkoholische Getränke sind Bier, Wein und Sekt. Es gilt Rauchverbot in der Öffentlichkeit und ein Verbot der Abgabe von Tabakwaren, nikotinhaltiger Erzeugnisse, elektronischer Zigaretten und elektronische Shishas sowie deren Behältnisse.

Ab 18 Jahren

Spirituosen und branntweinhaltige Getränke dürfen nur an Personen über 18 Jahren abgegeben werden. Das Rauchverbot in der Öffentlichkeit und die Abgaben von Tabakwaren sind für 18-Jährige aufgehoben.

Dies sind laut Ordnungsamt die gesetzlichen Vorgaben, die in jedem Fall einzuhalten sind. Veranstalter kötnnen allerdings darüber hinausgehende Regelungen treffen, zum Beispiel den Zugang zur Veranstaltung erst ab 18 Jahren zu ermöglichen.

Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz können als Ordnungswidrigkeit mit einer empfindlichen Geldbuße geahndet werden.

Das gilt auch für Erwachsene und volljährige Freunde, wenn sie das Rauchen oder den Alkoholkonsum Jugendlicher herbeiführen oder fördern, also zum Beispiel Unter-16-Jährige mit Bier, Wein, Sekt oder Zigaretten und Unter-18-Jährige mit Spirituosen oder Zigaretten versorgen.

Die Kommentarfunktion ist für Sie aktuell gesperrt. Bitte wenden Sie sich an unseren Kundenservice für weitere Infos.
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen

Mehr Themen