Jugendakademie Bad Waldsee gibt Einblick

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Konstruktion mit Kapla-Elementen ist ein Thema, das im schulischen Unterricht selten unterrichtet wird. Die Kinder- und Jugenda
Konstruktion mit Kapla-Elementen ist ein Thema, das im schulischen Unterricht selten unterrichtet wird. Die Kinder- und Jugendakademie will besonders interessierte Kinder ansprechen. (Foto: Rudi Martin)
Schwäbische Zeitung
Rudi Martin

Beeindruckt gezeigt haben sich die Besucher am Samstag beim „Tag der offenen Akademie“ der Kinder- und Jugendakademie Bad Waldsee (Kuja). Die Besucher – überwiegend auch Mütter – staunten beim Rundgang durch die mit vielen Schülerarbeiten freundlich und einladend dekorierten Klassenzimmer und Räume der neuen Grundschule im Schulzentrum Döchtbühl.

Wie umfangreich und variierend die Bildungs- und Kursangebote sind, davon konnten sich die Besucher selbst überzeugen. Exemplarisch gewährten etliche der insgesamt 18 Kursleiter, die insgesamt 85 Kinder und Jugendliche verschiedenster Schularten ab Klassenstufe vier betreuen, interessante Einblicke in ihre vielfältigen Kursangebote.

Kursinhalte vorgestellt

So wurde im Spezialbau der Döchtbühlschule das Leitmotto der Kuja Bad Waldsee „Wir fördern Dich“ erkennbar in den Kursen „Konstruktion und Bau mit Cuboro- und Kapla-Elementen“, „Denksport mit Schachspiel“, „Kreatives mit Platonischen Körpern und Effekt-Stickbildern“, „Acrylmalerei, Draht- und Perlengestaltung“, „Konstruktion und Bau einer Leonard-Brücke“, „Spielerisches Erlernen der Programmiersprache C“, „Lego Mindstorms“ und passend zum Muttertag „Muttertagsgeschenk nähen“.

Seit vier Jahren ist Silke Straßner die verantwortliche pädagogische Leiterin und Geschäftsführerin der Kuja Bad Waldsee. Die Kinder- und Jugendakademie wurde als zweite in Baden-Württemberg im Jahr 2001 vom langjährigen Leiter Bernd Friedrich ins Leben gerufen. Straßner freute sich, unter den Gästen Bürgermeister Roland Weinschenk als Repräsentanten der Stadtverwaltung, Ulrich Damm als Vertreter des Staatlichen Schulamts Markdorf, den geschäftsführenden Bad Waldseer Schulleiter Frank Wiest, den Bad Waldseer Geschäftsführer Werner Seibold von der Leutkircher Bank, die mit Crowdfunding einen Sponsorenbeitrag für den Förderverein ermöglicht hatte, begrüßen zu dürfen.

Teilnahme an Wettbewerben

Bei ihrem einführenden Vortrag hob Straßner hervor, dass die Kursangebote der aus ganz unterschiedlichen Bereichen ausgewählt worden sind – mit dem Ziel, besonders befähigten und interessierten Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit zu eröffnen, ihre Begabungen zu entfalten und Wissensgebiete, die im schulischen Unterricht nur gestreift oder gar nicht angeboten werden, zu erkunden und zu vertiefen. Dass die Teilnehmer der Kuja dazu angehalten werden, an den unterschiedlichsten, überwiegend naturwissenschaftlichen Wettbewerben teilzunehmen, sei selbstverständlich. Auch eigene Anreize werden geboten. So konnte am Samstag der jüngste Schachmeister Marius Deuer aus Aulendorf den Wanderpokal in Empfang nehmen.

Das Vorstandsteam des Fördervereins mit Beate Bürger, Andrea Weber und Ute Fuest an der Spitze nutzte diesen Tag, um Wahlen für die neue Vorstandsriege durchzuführen und Beschlüsse zu fassen. Der Förderverein, der seinen zehnten Geburtstag feierte, steuerte in dieser Zeit über 40 000 Euro zur Finanzierung der Akademie bei. Die finanziellen Mittel für den laufenden Betrieb der Einrichtung werden durch die Stadt, das Regierungspräsidium, den Förderverein und durch die Kursbeiträge der Eltern abgedeckt.

Stadt will Kuja weiter fördern

Bürgermeister Weinschenk bestätigte in seinem Grußwort, dass sich die Stadt glücklich schätze, diese überregionale, gefragte, nicht mehr wegzudenkende Kinder- und Jugendakademie beherbergen zu dürfen. Er versicherte: „Die Stadt wird am Ball bleiben“.

Das Einzugsgebiet der Kuja Bad Waldsee reicht vom Bodensee bis zur Schwäbischen Alb. Dass auch die Hector-Stiftung unter Leitung von Rektorin Geli Holzmann für Kinder im Kindergarten- und Grundschulbereich hier angesiedelt ist, bedeutet ein Glücksfall für die Akademie.

Voll des Lobes über die Bad Waldseer Kuja war auch Inge Gern aus Heidenheim, deren Tochter hier gefördert worden war. Sie ist auch Regionalgruppenleiterin des Landesverbands für Hochbegabte (LVH) der Region Ulm und berichtete, dass sich in Friedrichshafen eine neue Elterngruppe gebildet hat, Kontakte nach Bad Waldsee knüpfen will.

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