Im Spital blieben mehr Betten leer als erwartet

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 Die Auslastungsquote im Spital lag 2017 bei knapp 90 Prozent.
Die Auslastungsquote im Spital lag 2017 bei knapp 90 Prozent. (Foto: Hey)
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Die Jahresabschlüsse der städtischen Eigenbetriebe hat Kämmerer Thomas Manz dem Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung präsentiert. Dabei konnte er erfreuliche und kritische Ergebnisse verkünden.

Eine Auslastungsquote von 98 Prozent haben die Städtischen Rehakliniken im vergangenen Jahr erzielt und die Erwartungen damit übertroffen. Die Stadt kalkulierte mit einer Auslastung von 95 Prozent, tatsächlich waren die Betten beinahe dauerhaft belegt. Damit konnte auch der Jahresgewinn gesteigert werden und erhöhte sich um knapp 1,5 Millionen Euro gegenüber dem geplanten Verlustwert. Letztendlich lag der Jahresüberschuss bei 977 000 Euro. Der Schuldenberg – also die Darlehensverpflichtungen – belief sich zum Jahresende 2017 auf rund 3,1 Millionen Euro. Stadtrat Bernhard Schultes (FW) dankte der Betriebsleitung und Rita König (SPD) den Mitarbeitern. Hubert Leißle (CDU) berichtete von Gesprächen mit Reha-Gästen, die das Essen lobten.

12 000 Euro Verlust

Das Städtische Alten- und Pflegeheim „Spital zum Heiligen Geist“ weist für das vergangene Jahr rund 12 000 Euro Verlust auf. Für die 280 Betten gingen die Verantwortlichen von einer 97-prozentigen Auslastung aus. Wie Manz erläuterte, lag die Auslastung gleichwohl nur bei rund 90 Prozent. Damit waren die Erlöse aus der Pflegeleistung um rund 155 000 Euro unter dem Planwert. Der Schuldenstand des Städtischen Spitals betrug zum Jahresende 2017 insgesamt 1,8 Millionen Euro. Franz Daiber (FW) nutzte die Möglichkeit, um sich zu informieren: „Zweibettzimmer werden vom Gesetzgeber in Einbettzimmer umgewandelt. Wie viele Zimmer sind im Spital davon betroffen?“ Manz wies darauf hin, dass es hier keine Probleme geben werde und wohl die Übergangsfrist bis 2025/2026 genutzt werden könne.

Die Städtische Kurverwaltung schloss das Jahr 2017 mit einem Verlust in Höhe von 770 000 Euro ab. Die Verantwortlichen waren von einem Defizit in Höhe von rund 900 000 Euro ausgegangen. Der Fehlbetrag wird einerseits durch den städtischen Haushalt ausgeglichen und andererseits aus den allgemeinen Rücklagen getilgt. Wie aus dem Jahresabschluss hervorgeht, wurden im Jahr 2017 insgesamt 172 Veranstaltungen im Haus am Stadtsee durchgeführt. Im Vorjahr waren es noch 236 Veranstaltungen. Als Grund wird die Rückverlegung der sonntäglichen Frühschoppenkonzerte in die Stadthalle aufgeführt. Der Eigenbetrieb Abwasserbeseitigung erzielte im Geschäftsjahr 2017 einen Gewinn in Höhe von rund 66 000 Euro. Der Schuldenstand betrug 16,4 Millionen Euro. In der Cafeteria in der Waldsee-Therme konnte ein Jahresüberschuss von knapp 15 000 Euro erwirtschaftet werden.

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