Im Marathon purzeln die Streckenrekorde

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Michael Sommer aus Stuttgart hat in Bad Waldsee den Marathon gewonnen. (Foto: Rolf Schultes)
Schwäbische Zeitung
Sportredakteur

Als die schnellsten Marathon-Läufer am Samstag in Bad Waldsee auf dem Weg ins Ziel waren, begann der große Regen. Dennoch gab es sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern neue Streckenrekorde. Pamela Veith aus Dettingen/Erms, die bereits im Vorfeld als Favoritin auserkoren wurde, gewann überlegen in 3:01,49 Stunden. Schneller als Veith waren beim Bad Waldseer Lauffieber nur vier Männer, darunter der Sieger Michael Sommer. Der Stuttgarter benötigte 2:44,36 Stunden für die 42,195 Kilometer.

Zwar waren in der Geschichte des Lauffiebers zwei Marathonläufe schneller (2003 und 2005). Auf der aktuellen Strecke war allerdings bislang noch niemand schneller als Sommer am Samstag. Deshalb hält der 49-Jährige nun auch den Streckenrekord. „Mein erstes Ziel war, durchzukommen“, sagte Sommer. Im Training hatte er sich eine Zerrung geholt. „Nach der ersten Runde habe ich aber gemerkt, dass es läuft.“ Sommers eigentliche Spezialität sind dabei die Ultra-Langstrecken. Er ist neunfacher Deutscher Meister über die 100 Kilometer. Im April wurde Sommer Dritter.

Ebenfalls stark über die 100 Kilometer ist Pamela Veith. Sie wurde vor vier Wochen Deutsche Meisterin über diese Distanz. „Für mich war das heute Training“, sagte sie im Ziel unter dem Bad Waldseer Rathaus. Veith ließ der Konkurrenz keine Chance und pulverisierte den bisherigen Lauffieber-Streckenrekord um fast neun Minuten. Und das trotz des Regens. „Die letzten fünf Kilometer waren hart“, so Veith. „Da war sogar etwas Hagel mit dabei.“ Dorothea Frey wurde Zweite (3:11,52 Stunden), Birgit Fauser von der LG Bad Waldseer Lauffieber (3:14,43) kam auf Rang drei.

Bei den Männern kam Stefan Rabausch (Rabausch-Training, 2:49,37 Stunden) auf Rang zwei. Dritter wurde Stefan Hentsch aus Wangen (2:52,05 Stunden). Der Lauffieber-Organisator Bernhard Schultes hoffte am frühen Samstagnachmittag noch darauf, „dass die 10 000 Meter nicht ganz ins Wasser fallen“. Gegen 15.30 Uhr hörte der Regen jedenfalls fürs erste auf.

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