Hitzewelle wirkt sich auch aufs Waldstock-Festival aus

Lesedauer: 4 Min

Rund 2400 Besucher tanzten am Wochenende im Wald bei Gaisbeuren.
Rund 2400 Besucher tanzten am Wochenende im Wald bei Gaisbeuren. (Foto: Sebastian Ehinger)
Redaktionsleiter

Rund 2400 Gäste haben das diesjährige Waldstock-Festival auf dem Grillplatz in der Nähe von Gaisbeuren besucht und ausgelassen gefeiert. Die Organisatoren zeigen sich zufrieden mit der dreitägigen Veranstaltung und ziehen eine positive Bilanz.

„Es gab keinerlei Probleme, es war extrem friedlich und alles hat wunderbar funktioniert“, erklärt Sebastian Ehinger im Sinne des Organisationsteams. Routiniert lief alles Hand in Hand und so sei das „Umsonst & Draußen“-Festival auch für die Organisatoren entspannt gewesen. Auch bei der Polizei ist von einem friedlichen Festverlauf die Rede, wie ein Polizeisprecher auf SZ-Nachfrage berichtet: „Bislang sind uns keine schwerwiegenden Straftaten in Zusammenhang mit der Festivität gemeldet worden.“

Einziger Wermutstropfen stellte das Wetter dar. Die Hitzewelle und die hohen Temperaturen wirkten sich auf die Besucherzahlen aus. Suchten im vergangenen Jahr noch rund 3000 Gäste den Wald auf, waren es in diesem Jahr 600 Besucher weniger. „Wahrscheinlich war es zu heiß“, meint Ehinger und ergänzt: „Wir haben schon gemerkt, als das Freibad geschlossen hat. Rund eine Stunde später kamen die Menschen dann hier her.“

Rund 75 Helfer waren von Donnerstag bis Samstag um das Wohl der Besucher, Bands und DJs bemüht. Ihr Einsatz ist für das Festival existentiell. „Ich bin extrem dankbar, dass es immer mehr Helfer werden“, lobt Ehinger das zunehmende soziale Engagement der Ehrenamtlichen. Schließlich meldeten sich zuletzt neue Freiwillige, die das Waldstock-Festival in den vergangenen Jahren als Besucher aufsuchten und nun auf die Helferseite wechselten.

Nach dem persönlichen Höhepunkt der Festtage gefragt, überlegt Ehinger kurz, ehe ihm eine spezielle Situation einfällt. Die Szene beschreibt er so: Als am Samstag die erste und zugleich junge Band „Payday“ die Bühne betritt und der Bassist den ersten Ton spielt, fällt in der erste Reihe eine Flasche um. Der Bassist war perplex, schaute ungläubig und sagte stolz: „Ich habe gerade eine Flasche umgespielt.“ Die Freude war den Musikern deutlich anzumerken. „Und dafür machen wir das Ganze“, sagt Ehinger und lacht.

Am Montag waren die Verantwortlichen noch mit den letzten Aufräumarbeiten beschäftigt. Am Abend konnten auch sie mit dem diesjährigen Festival abschließen und sich gedanklich dem Waldstock-Festival 2019 widmen. „Wir haben uns schon überlegt, was man im nächsten Jahr so machen kann. Aber das ist noch streng geheim“, so Ehinger.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen