„Helfen bringt Freude“ startet: Waldseer Hilfsprojekte im Fokus

„Nach dem Brand in Moria und der Umsiedlung in das ,neue’ Moria zeigt sich schon nach dem ersten Herbststurm mit weiträumigen Üb
„Nach dem Brand in Moria und der Umsiedlung in das ,neue’ Moria zeigt sich schon nach dem ersten Herbststurm mit weiträumigen Überschwemmungen, dass der Winter ebenso hart werden wird, wie die vergangenen“, weiß Global-Vorsitzender Ulrich Bamann und will daher helfen. (Foto: dpa/Panagiotis Balaskas)
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Auch in diesem Jahr unterstützt das SZ-Spendenprojekt „Helfen bringt Freude“ ausgewählte Institutionen und Sozialprojekte in Bad Waldsee, die sich für Geflüchtete und die Bekämpfung von Fluchtursachen einsetzen. Der Frauenverein Baobab, das Global, das Kloster Reute und die Caritas haben in den vergangenen Jahren über ihre Projekte und den Einsatz der Spendengelder berichtet. In diesem Jahr stehen neue Herausforderungen an. Ein kurzer Rück- und Ausblick.

Bei der letztjährigen Spendenaktion investierte das Kloster Reute die Spendenmittel für ihr Projekt „Projeto Nova Esperanca“ in Brasilien. Die Schwestern schaffen in Arari Orte, an denen sich Kinder aus armen Familien sicher und geborgen fühlen können. Nachdem corona-bedingt auch dort eine Weile lang die Schulen schließen mussten, waren die Schwestern besonders gefordert. In diesem Jahr stellen die Franziskanerinnen ihre Hilfe für unterernährte Kinder auf den Batu-Inseln in Indonesien vor.

Hilfe für Kinder in Namibia

Der Baobab-Frauenverein Bad Waldsee unterstützt seit 20 Jahren Kinder in Namibia. Gleich zwei Kindergärten, „Feed my lambs“ in Kappsfarm in der Nähe von Windhoek und „Morning Sun“ in Katutura profitieren vom Wirken von Claudia Frick, Annemarie Keppelmayr und Doris Fitz. „Unsere Finanzen sind zur Zeit recht knapp. Wir haben, wie sicher auch alle anderen sozial tätigen Vereine, im laufenden Jahr sehr viel Geld gebraucht, um unsere Kinder in Namibia über die Runden zu bringen“, berichten die drei Bad Waldseerinnen von den Corona-Herausforderungen.

Hilfe für Flüchtlingslager in Griechenland

Vergangenes Jahr hat das Global mit den finanziellen Mitteln die soziale Organisation „schwizerchrüz.ch“ unterstützt, die Flüchtlingen im überfüllten Lager auf der griechischen Insel Samos in einem Familienzentrum Hilfe und Zuflucht geboten haben. Gewalt und Zerstörung haben im Lager Einzug gehalten (die SZ berichtete: „Es scheint, als ob alle die Hoffnung verlieren“, 25. Mai). Das Global verfolgt die Entwicklungen vor Ort ganz genau. In diesem Jahr möchte der Arbeitskreis erneut Geflüchtete auf den Griechischen Inseln unterstützen. „Nach dem Brand in Moria und der Umsiedlung in das ,neue’ Moria zeigt sich schon nach dem ersten Herbststurm mit weiträumigen Überschwemmungen, dass der Winter ebenso hart werden wird, wie die vergangenen. Wir unterstützen – im Augenblick über Spendensammlungen – die Hilfsorganisation One Happy Family auf Samos“, berichtet Ulrich Bamann, Vorsitzender des Global.

Auch die Wohnraumoffensive „Herein“ der Caritas Bodensee-Oberschwaben wird unterstützt. Ebenso das Ausbildungs- und Wohnprojekt für ehemalige Straßenjungen in Tansania, das Thomas und Doris Ahnert aus Zollenreute aufgebaut haben.

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