Hans Funk zeigt Karikaturen mit Waldsee-Bezug

Lesedauer: 3 Min
Hans Funk zeigt im Wohnpark am Schloss unter anderem dieses neue Werk mit dem Titel „Spatenstich für ein Millionengrab“.
Hans Funk zeigt im Wohnpark am Schloss unter anderem dieses neue Werk mit dem Titel „Spatenstich für ein Millionengrab“. (Foto: Sabine Ziegler/St. Elisabeth-Stiftung)
Schwäbische Zeitung

Der Waldseer Hans Funk zeigt ab Freitag, 17. Mai, seine zweite Ausstellung im Wohnpark am Schloss in Bad Waldsee. Der Autodidakt und Humorist der Fasnet präsentiert im Foyer insgesamt 50 Werke aus Karikatur, Malerei und Zeichnung. Die Vernissage beginnt um 17.30 Uhr.

In seinen farbenfrohen Karikaturen präsentiert Hans Funk laut Pressemitteilung Menschen mit überzeichneten Charakterzügen – ergänzt werden die Darstellungen durch Limericks oder Worte, die den Sachverhalt auf den Punkt bringen. „Ich mag Limericks und Karikaturen, um auf Probleme in der Gesellschaft aufmerksam zu machen“, begründet der 71-Jährige, warum er diese bildliche Form von Satire in den Mittelpunkt seines künstlerischen Schaffens gestellt hat.

Mit dem Mittel der Überzeichnung kritisiert er laut Pressemitteilung den verbesserungswürdigen Umgang des Menschen mit Natur und Umwelt ebenso wie Berufspolitiker, die nach Meinung Funks zu viele Privilegien genießen und die Probleme des „einfachen Bürgers“ ignorieren. Dies thematisiert er unter anderem in seinem neuen, großformatigen Werk „Spatenstich für ein Millionengrab“.

Auch der Bezug zu seiner Heimatstadt Bad Waldsee darf nicht fehlen. So nimmt Hans Funk unter anderem den umstrittenen Rasthof an der B 30 aufs Korn und betitelt die Karikatur dazu mit „Bad Waldseer Kasperletheater“. Natürlich widmet er sich mit den Mitteln der Kunst der geplanten Umgestaltung der Bleichestraße. Zu sehen ist auf seinem Bild ein langer Stau, der im Notfall keine Rettungsgasse zulassen dürfte. „Das Rote Kreuz benötigt künftig wohl eine Drohne, um zu den Unfallopfern zu gelangen“, erläutert er die Aussage dieser Arbeit mit Lokalkolorit.

Hans Funk hat schon als Schüler gerne gemalt und gezeichnet. Sein Interesse an der Kunst wurde durch das pädagogische Talent des Kunstpädagogen Paul-Heinrich Ebell geweckt. Vor 25 Jahren nahm er sein frühes Hobby dann wieder auf und absolvierte Malkurse an der Volkshochschule und an mehreren Kunstakademien. Zudem hat er eine Ausbildung an der Hamburger Akademie für Fernstudien mit hervorragenden Abschlüssen im Bereich Karikaturen und Malen absolviert. Seine Werke zeigte er bereits bei mehreren Gruppen- und Einzelausstellungen in der Region.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen