Haisterkircher Privatwald wird durch Kalkung ökologisch aufgewertet

 Die Jagdgenossenschaft Haisterkirch kam zusammen.
Die Jagdgenossenschaft Haisterkirch kam zusammen. (Foto: Jagdgenossenschaft)
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Am 12. November fand in Hittelkofen die Generalversammlung der Jagdgenossenschaft Haisterkirch statt. Von den Waldbesitzern im Haistergau wurde diese Versammlung mit Spannung erwartet, da hier weitere Informationen zur anstehenden Waldkalkung weitergeben wurden.

Die Ausbringung von feuchtem Dolomitkalk heilt den Waldboden von den negativen Einflüssen, die durch die Emissionen von Industrie und Verkehr in den vergangenen Jahrzehnten entstanden sind. Diese Emissionen, die als saurer Regen die Waldböden versäuern, werden durch die natürliche Basenstruktur des Kalkes ausgeglichen. Dadurch stabilisiert sich die Bodenstruktur und der pH-Wert nähert sich dem natürlichen pH-Wert an. Dies fördert das Bodenleben.

Somit kann der Wald seine für die Gesellschaft so wichtigen Funktionen auch in Zukunft erfüllen. Er ist eine wichtige CO2-Senke, eine natürliche Ressource von Trinkwasser, reinigt unsere Atemluft und dient der Erholung. Die Bäume in unseren Wäldern werden durch eine Kalkung vitaler und widerstandkräftiger, die Böden haben ein höheres Wasserhaltevermögen und bieten mehr Raum für die Durchwurzelung. Die Bäume sind standfester und halten Sturmereignissen länger stand. Die Maßnahme wird nach der Brutzeit der Vögel im Juli 2022 stattfinden. Schon im Frühjahr hat die Jagdgenossenschaft auf Initiative von Vorstand Erwin Bühler die Kalkung des Waldes der Mitglieder der Jagdgenossenschaft in Angriff genommen. Es war offensichtlich, dass nur über die Jagdgenossenschaft diese Aufgabe gemeistert werden konnte. Die Flächen der einzelnen Waldbesitzer sind für die dafür benötigten großen Maschinen zu klein. Die Jagdgenossenschaft kann für diese ökologisch vorzügliche Behandlung des Waldes eine Förderung des Bundes beantragen. So entstehen für die Waldbesitzer relativ geringe Kosten. Übrigens ist die Jagdgenossenschaft Haisterkirch die einzige im gesamten Landkreis Ravensburg, die dieses uneigennützige Projekt vorantreibt und organisiert. Unterstützung bekommt sie dabei von den örtlichen Förstern und vom Forstamt.

Bei den von Ortsvorsteherin Rosa Eisele geleiteten Wahlen wurde Vorstand Erwin Bühler dann einstimmig wiedergewählt. Auch der stellvertretende Vorstand Alfons Heine und Kassierer Markus Schmid wurden einstimmig wiedergewählt. Im Aufsichtsrat kam es zu zwei Änderungen. Alfred Bohner stellte sich nach 20 Jahren als Aufsichtsrat nicht mehr zur Wahl. Josef Lämmle wurde einstimmig wiedergewählt. Kurt Münsch und Roland Bohner wurden neu in den Aufsichtsrat gewählt.

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