Große Talente glänzen beim Konzert

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 Die Gesangsklasse von Elena Becker der Jugendmusikschule Bad Waldsee bekam viel Lob.
Die Gesangsklasse von Elena Becker der Jugendmusikschule Bad Waldsee bekam viel Lob. (Foto: Steffi Rist)
Steffi Rist

Die Gesangsklasse von Elena Becker der Jugendmusikschule Bad Waldsee hat am Freitagabend ihr Sommerkonzert im dortigen Jugendkulturhaus Prisma zu Gehör gebracht. 15 junge Sänger trugen je zwei Stücke vor. Becker ist es immer wichtig, dass sich die Schüler in den Stücken wiederfinden. Und während das Winterkonzert immer der klassischen Musik gewidmet ist, wird im Sommer modernes geboten. Für diesen Sommer war nun ein knapp vierstündiges Programm entstanden.

Noah Keltsch begann eigentlich mit dem Klavier, und kam im vergangenen Jahr durch einen Unfall zum Gesang, was er mit Bravour meistert. Seine Stücke „The night we met“ (Ben Schneider) und „Orchester in mir“ (Christina Stürmer) überzeugten das Publikum. Emily Koop bekam ein großes Lob für ihre Stimme und die Arbeit, die sie im Unterricht leistet. Sie überzeugte mit dem Stück „All of me“ (John Legend) und „An Wunder“ (Wincent Weiss). Zu Magdalena Bohner merkte Elena Becker an: „Du kannst so viele Abschlüsse machen, wie du willst – du bleibst“. Sie bot die Lieder „Too close“ (Alex Clare) und „Ist jemand da“ (Adel Tawil) mit Coolness.

Begleitung auf dem Klavier

Von Lia Lemmle bekam das Publikum „Angel“ (Sarah Mc Lachlan) und „You are the reason“ (Calum Scott), was Becker mit großem Lob bedachte. Die helle Stimme von Benedikt Rundel, der zwei Stücke seines Lieblingssängers – „Perfect“ und „Supermarket flowers“ – zu Besten gab, sorgte für Gänsehautstimmung. Mit Ida Wiest kam eine Sängerin, die nicht nur den Gesang beherrscht, sondern auch das Klavier. Mit diesem Instrument war sie beim Waldseer Musikpreis vertreten, und das gerade mal mit 15 Jahren. Ihrer Stücke „High Hopes“ (Kodaline) und „From Sarah with love“ (Sarah Connor) präsentierte sie hervorragend.

Mit kleinen Näckereien spickte Elena Becker gerne ihre Moderation zu den einzelnen Stücken, so auch die Anmoderation von Jule Unger. Sie komme aus Aulendorf und könne sogar singen, und das auch noch sehr sehr gut. Unger sang als erstes Stück „A thousand years“ (Christina Perri) und als zweites Stück im Duett mit Niklas Dümmler „A million dreams“ (Benj Pasek), das die beiden so traumhaft präsentierten, dass sie dafür anhaltenden Applaus erhielten.

Frisch gestärkt und motiviert aus den Flitterwochen meldete sich Natalie Schneider (Hepp) mit den beiden Songs „Küss mich, halt mich, lieb mich“ (Ella Endlich) und „My immortal“ (Evanescence) was Elena Becker zu Tränen rührte. Lady Gaga ist ja eigentlich nicht wirklich so Beckers Ding, so dachte sie zumindest, bis sie ihre Schülerinnen eines Besseren belehrten. Mit dem Film „A Star ist born“, den sie eigentlich gar nicht sehen wollte, bekam sie Zugang zur Musik von Lady Gaga und so waren gleich drei Stücke der Musikerin am Konzertabend vertreten. Einmal von Mara Schmidinger mit „Is that alright?“ und von Martha Geiger mit den Stücken „Always remember us this way“ und „I’ll never love again“. Die beiden überzeugten mit den Stücken aus dem Film mit den Worten ihrer Lehrerin, mindestens so gut wie im Film, wenn nicht sogar besser. Mara Schmidinger gab sozusagen mit ihrem zweiten Stück „All I ask“ (Adele) erst mal eine Abschiedsvorstellung, da sie sich im Sommer neuen Dingen zuwenden wird.

Eine weitere Schülerin der Gesangsklasse wird in diesem Sommer die Musikschule verlassen, da sie ins Ausland gehen wird. So ist es besonders schön, dass sie diese noch beim Konzert der Musikschulen Bad Waldsee vertreten wird. Immer wieder berührend gab sie auch die Stücke „Say you won’t let go“ (James Arthur) und „Someone like you“ (Adele) zum Besten.

Herzen der Zuhörer berührt

Mit gefestigter reifer Stimme trat Niklas Dümmler auf die Bühne und traf die Herzen mit dem Song „Good at good-byes“ (Sam Smith) und natürlich im Duett mit Jule Unger. Dazu die Worte Beckers: „immer wieder überraschend, sehr, sehr gut.“ Auch wenn sie ihr Licht immer wieder gerne unter den Scheffel stellt, umso mehr überzeugt Kristina Hepp mit den Liedern „Hurt“ (Christina Aguilera) und „Rise up“ (Andra Day), bei welchem sie sich selbst mir der Gitarre begleitete.

Die meisten Lieder begleitete Becker am E-Piano, außer von Lilly Mall in ihrem ersten Lied, wo sie selbst zu Gitarre griff. Niklas Dümmler hatte die Begleitung vom Band und Georgios Sidiropulus griff auch selbst zur Gitarre. Nachdem Nina Wild der Auftritt im Winterkonzert von Noah Keltsch mit dem Lied „Can’t help falling in love“ so begeisterte, wagte sie sich nun im Sommerkonzert an den Klassiker von Elvis Presley. Besonders Augenmerk legte Becker auf die Performance in dem zweiten Stück von Wild „Lieblingsmensch“ (Namika) – nicht nur gesanglich, sondern der gesamte Auftritt war hervorragend.

Immer wieder für eine Überraschung gut ist Georgios Sidiropoulos. Gerade zurück vom Southside Festival zurück, stand er in Waldsee auf der Bühne. Im ersten Lied präsentierte er von Bruno Mars „When I was your man“ auf das zwei weitere im zweiten Teil folgten. Als Mitglied von Voltkid hat er bereits seinen Platz in der Musikszene gefunden, auf was Gesangsklassenleiterin Becker sehr stolz ist.

Das Sommerkonzert zeigte einmal mehr, welche Perle als Lehrmeisterin die Stadt Bad Waldsee mit Elena Becker hat, die mit viel Einfühlungsvermögen aber auch Forderungen die Talente der jungen Nachwuchskünstler fördert.

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