Groß und Kloi – Ahoi – die Goiß is gwäscha

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 Das Bild zeigt bei der Goißawäsch (von links) Reiner Bosler, Michael Hägele und Sonja Münsch als Bäuerin.
Das Bild zeigt bei der Goißawäsch (von links) Reiner Bosler, Michael Hägele und Sonja Münsch als Bäuerin. (Foto: Steffi Rist)
Steffi Rist

Die Narrengilde Schussentäler Reute hat am Samstag zu ihrer Goißawäsch in den Sternensaal nach Reute eingeladen. Die Besucher erwartete ein bunt zusammengestelltes Programm, welches Lust auf die kommende Fasnet machte.

Präsidentin Claudia Schmidt führte souverän durch das Programm, immer wieder gespickt mit verschiedenen Witzen.

Besonders freudig begrüßte sie Angelika Brauchle, die gleich in zweifacher Tätigkeit kam. Zum einen vertrat sie den erkrankten Achim Strobel in der Funktion als Ortsvorsteherin, zum anderen die Närrischen Gaisbeurer.

Musikalisch wurde der Abend durch die Narrenkapelle Urbachl mit schmissigen lauten Tönen, die Durlesbachschalmeien, und den Fanfarenzug Reute umrahmt. Alle drei Musikgruppen unterstützen die Narrengilde auch bei den kommenden Fasnetsumzügen.

Ein besonderes Highlight hatte sich der Fanfarenzug einfallen lassen. Die Trommler waren mit leuchtenden Handschuhen ausgestattet, welche bei einem Solo und abgedunkeltem Saal besonders zur Geltung kamen. Die Zigeunermusik und Schnurrer durften hierbei natürlich auch nicht fehlen.

Die jährliche Goißawäsch wird immer mit dem Maskenerwecken eröffnet, der Trucha-Narr entstieg der Narrenkiste, nachdem er dort seit dem Fasnetsvergraben in den Schlaf versetzt wurde. Ganz aufgeregt sprangen die jungen Geißen über die Bühne und wollten sich gar nicht so recht von den Bauern fangen lassen, um gewaschen zu werden. Doch keiner der ungestümen Tiere konnte sich der Wäsche entziehen. Ein besonderer Höhepunkt war diesmal, dass die Gildemeisterin Sonja Münsch am Narrengericht am 11.11. verurteilt wurde, an der Goißawäsch als Bäuerin bei der Wäsche hilfreich zur Seite zu stehen. Nachdem diese Zeremonie beendet war, zog der letzte Bauer, mit seiner Goiß an den Zug angebunden und nach traditionellem Lied, von der Bühne.

Hupfdohlen mit einem Special

Die Raumkosmetikerin „Dia do“ reinigte die Bühne von den Pfützen der Goißawäsch. Sinnierend nebenbei über ihren Egon und der Geschichte mit dem Backsteinkäs, der angeblich gegen Schnarchen helfen sollte, dem gestohlenen Holz und dem Date, welches ihr gar keine Ruhe ließ, konnte die Bühne wieder für die weiteren Programmpunkte vorbereitet werden.

Leichtmatrose Heiko Gscheidle verstand es, das Publikum auf das Motto der diesjährigen Fasnet „Groß und Kloi, kommet zu unserer lustigen Seefahrt – Ahoi“ einzustimmen.

Nicht fehlen durften auch die Hupfdohlen, die in diesem Jahr ein Special bereithielten. Der Klassiker die Fischerin vom Bodensee in Rappform präsentiert.

Anschließend wurde noch zu Stimmungsmusik getanzt, geschunkelt und gefeiert.

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