Michael Hägele und Rainer Bosler (von links) waschen die Goiß.
Michael Hägele und Rainer Bosler (von links) waschen die Goiß. (Foto: Steffi Rist)
Steffi Rist

Traditionell findet immer am Samstag nach dem 6. Januar die Goißawäsch der Narrengilde Schussentäler Reute im Sternen zu Reute statt. Einen bestens gefüllten Saal und fasnetsmotivierte Gäste ließen den Abend zu einem ersten Höhepunkt der Fasnet 2020 werden. Viele Ehrengäste waren gekommen, darunter die Bürgermeisterkandidaten Matthias Henne und Bernhard Schultes.

Cowgirl-Präsidentin Claudia Schmidt lud zu einem unterhaltsamen Abend ein und gab den Startschuss für die erste Gruppe, den Fanfarenzug Reute unter Leitung von Peter Leins. In ganz neuem Häs treten sie in diesem Jahr als Schneewittchen und seine Zwerge während der Fasnet auf. Das diesjährige Motto der Reutener Fasnet lautet Wild – wild Reute, Cowboys, Indianer und die ganze Meute.

Die Schnurrer Musik und Zigeunervolk begleiteten das Maskenwecken, das auch in diesem Jahr wieder aus der altehrwürdigen „Trucha“ erfolgte. Man hatte zu kämpfen, diese zu öffnen, sei sie doch sehr schwer gewesen, aber zum guten Schluss entstieg ihr der Truchanarr und brachte die Masken mit, die das ganze Jahr über geschlafen haben. Nicki Roth wurde ihrer Rolle sehr gerecht und meisterte ihren Auftritt mit Bravour. Claudia Schmidt dankte vor allem Volker Knörle für seine mühevolle Arbeit zugunsten der Narrengilde und dem Brauchtum sowie der Unterstützung der Schnurrermusik und den Zigeunern.

Eine besondere Ehrung des Abends wurde Lude Madlener zuteil. 26 Jahre war er im Narrenrat und auch 26 Jahre Koch für die Narrengilde. Dafür bekam er als besondere Auszeichnung eine Geschenktafel mit der „Schwaaz Ageth“, in deren Maskerade er viele Jahre unterwegs war. Der zweite Teil des Geschenks, ein gemeinsamer Ausflug, wird in den Sommermonaten noch nachgeholt.

Ziemlich agile Goißa machten es den Bauern schwer, sie einzufangen und dann zu waschen. So musste sie einer entwichenen Goiß doch durch den ganzen Saal folgen und sie wieder einfangen.

Die Durlesbachschalmeien ließen es sich nicht nehmen, wieder fester Bestandteil der Goißawäsch zu sein und auch während der Fasnetssaison mit dem Fanfarenzug die Umzüge zu begleiten.

Aus der Kindertanzgruppe sind mittlerweile junge Teenies geworden, die unter der Federführung von Katti Neut und Niklas Knörle als „Die Cops“ auftreten. Sogar eine Zugabe wurde gefordert und sie mussten ihren Tanz ein zweites Mal aufführen.

Mit Witz und Schalk im Nacken präsentierten sich die Raumkosmetikerin Frau Würstle – alias Sonja Münsch –, Gregory und seine Witze, sowie Georg Zwicknackel und Heiko Gscheidle als perfektes Indianerteam Abahadshi und Winnetou.

Den Abend beendeten die Hupfdohlen mit ihrem Kaktustanz, bevor es zur finalen Polonaise ging.

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