Gaisbeuren feiert sechste Dorfweihnacht

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 Bei Franz und Inge Bendel vom Förderverein Durlesbachbähnle gab es Stockbrotteig für die jungen Besucher.
Bei Franz und Inge Bendel vom Förderverein Durlesbachbähnle gab es Stockbrotteig für die jungen Besucher. (Foto: Rudi Heilig)
Rudi Heilig

Jahr für Jahr erweist sich die Dorfweihnacht in Reute-Gaisbeuren als Besuchermagnet. Bereits um 14 Uhr sind am Samstag Jung und Alt zur Eröffnung auf den mit Christbäumen umstellten Dorfplatz in Gaisbeuren geströmt. Trockenes mildes Herbstwetter sogar mit Sonne lud zum ausgiebigen Verweilen ein. Besondere Attraktion waren hier zwei große Feuerstellen, über denen Kinder Stockbrot backen konnten. Den Teig dazu lieferte Inge Bendel zusammen mit dem Förderverein Durlesbachbähnle gratis. Als versierte Holzofenbäcker erwiesen sich Lothar Grobe und Ewald Fast; für ihre Flammkuchen gab es lange Schlangen. Von den Jägern Rolf Stehle und Manfred Lerach gespendet, kochte bei der Solidarischen Gemeinde Lude Madlener ein vorzügliches Wildschweintöpfle.

In der festlich geschmückten Halle begrüßte die vierte Klasse der Durlesbachschule unter der Leitung von Andrea Pross die Besucher. Während Eltern der Schulkinder mit Kaffee und selbstgebackenen Kuchen und Torten reißenden Absatz verzeichneten, haben die Zweitklässler leckere Waffeln gebacken. Schon bald gingen in der Halle die Sitzgelegenheiten aus, was die vielen Marktbeschicker freute. Die allermeisten kamen aus Reute-Gaisbeuren und Umgebung. Zu kaufen gab es reichlich Handgemachtes. Zu Beginn des Advents waren Kränze sowie alle Arten von Weihnachtsschmuck sehr willkommen und begehrt. Aber auch gehäkelte Mützen, Holzkreationen, Schmuck und Düfte fanden reichlich Absatz.

Marktstände mit buntem Angebot

Die Närrischen Gaisbeurer hatten mit einem Zehn-Euro-Überraschungsgeschenk die Nase vorn, sie waren nach kurzer Zeit schon ausverkauft. Bei Steffi Rist, Scherenschnipsels Duft- und Creativhaus, gab es auch Adventswellness in der Tüte. Yvonne Madlener – Hölzlie & Stöfflie – überweist zehn Prozent ihres Verkaufserlöses an den Förderverein „Mut, Hilfe und Hoffnung“ für krebskranke Kinder in Tübingen. Beim Strickkreis mit Elisabeth Fluhr und Anne Rose Zembrot wird ebenfalls gespendet. So können dieses Jahr knapp 800 Euro der Missionsarbeit des Klosters Reute zu Gute kommen. Wie schon in den Vorjahren präsentierte sich auch die Gaisbeurener Seifen-Manufaktur auf dem Markt. Mit ihrem Honigstand verzeichnete Gaby Wachter einen guten Absatz.

Bei der Narrengilde war Lude Madlener zu Werk. Seine Kartoffelnudeln mit Zucker, Zimt und Apfelmus gelten seit Jahren als Geheimtipp. Sonja Münsch beschäftigte die Kinder mit Basteleien. Der neue Verein Dorfgemeinschaft Reute-Gaisbeuren schenkte Glühwein und Punsch aus. Bei Monika Scheef und Agi Schneider vom Verein „Hüdde und Mehr“ konnten die Kinder aus Plätzchenteig „Ausstecherle“ backen. Nebenan hatte der Kindergarten St. Leonhard mit Anja Halder seine Präsenz. Geschichten zur Weihnachtszeit vom Ortschaftsrat gab es in der Leseecke vom Sitzungssaal. Hubert Gärtner und Karl-Heinz Gut schlüpften hier in die Rolle eines Märchenerzählers.

Weihnachtliche Klänge angestimmt

St. Nikolaus in der Gestalt von Ottmar Schwarz wurde im Sitzungssaal von einer riesigen Kinderschar empfangen und umringt, weit über 100 Kinder freuten sich über ein Geschenk. Weihnachtliche Klänge brachte ein Bläserquartett des Musikvereins Reute-Gaisbeuren unter der Leitung von Klaus Wachter zu Gehör. Der Liederkranz, der auf dem Dorfplatz Edelpunsch und Pflaumenglühmost ausschenkte, erfreute die zahlreichen Besucher unter dem Dirigat von Joachim Zitzmann mit stimmungsvollem Liedgut. Nach dem Auftritt der Jagdhornbläser unter der Regie von Alexander Bösch zeigte sich Ortsvorsteher Achim Strobel am späten Abend voll des Lobes ob dem riesigen Zuspruch von Ausstellern und Vereinen.

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