Freibad startet am 28. April in die Saison 2018

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Bauarbeiter sind derzeit noch rund um das neue Kinderbecken mit dem Pflastern der Aufenthalts- und Liegebereiche beschäftigt, d
Bauarbeiter sind derzeit noch rund um das neue Kinderbecken mit dem Pflastern der Aufenthalts- und Liegebereiche beschäftigt, die dem Waldseer Freibad eine moderne Note verleihen. (Foto: Sabine Ziegler)
Freie Redakteurin

Kaum ist der Winter durch, ist schon die Saisoneröffnung im Waldseer Freibad in Sicht: Nach dem Willen der Stadtverwaltung soll die beliebte Freizeiteinrichtung bereits am Samstag, 28. April, ihre Tore öffnen. Die Vorbereitungen dafür laufen auf Hochtouren. Das Becken der Spaßrutsche wurde am Dienstag schon einmal mit Wasser gefüllt. Auch die restlichen Pflasterarbeiten in Folge der Großbaumaßnahme am neuen Kinderbecken kommen planmäßig voran.

Das ungewöhnlich warme April-Wetter lockte schon am Wochenende Sonnenhungrige auf die Freibadwiese. In knapp zwei Wochen stehen ihnen dann auch die beheizten Wasserbecken des Strandbads zur Verfügung – sofern auf dem Gelände weiterhin alles so läuft, wie vom städtischen Bauamt geplant. „Im Ergebnis der heutigen Baubesprechung liegen die Arbeiten am Kinderbecken und an der Bodenplatte drum herum sowohl im Kosten- als auch im Zeitplan, und wir werden das neue Becken nach Abschluss restlicher Technikarbeiten am Mittwoch erstmals befüllen“, freut sich Schwimmmeister Hans-Peter Moser. Er ist deshalb auch zuversichtlich, dass die restlichen Pflaster- und Grünlandarbeiten bis zum 27. April abgeschlossen sind.

Das war nicht selbstverständlich bei einem Bauprojekt, das in den Wintermonaten über die Bühne gehen musste, um den Badebetrieb während der Saison nicht zu beeinträchtigen. Moser: „Wir hatten aber Glück mit dem Wetter – lediglich im Januar gab es eine Unterbrechung, ansonsten sind die komplexen Arbeiten gut vorangekommen.“ Wie berichtet, erhielt das bei Bürger und Gästen der Kurstadt gleichermaßen beliebte Freibad in den letzten Monaten ein neues Nichtschwimmerbecken samt Kinderrutsche aus Edelstahl und modernen Wasserspielen. Abgerundet wird diese Investition in Höhe von 850 000 Euro mit neuen, familiengerechten Sitz- und Liegeflächen sowie einer attraktiven Begrünung mit Bäumen und Sträuchern.

Obwohl die Pflasterarbeiten noch nicht ganz abgeschlossen sind, ist schon gut erkennbar, dass das Bad durch die jüngste Sanierung nochmals an Atmosphäre gewinnt. Die Sitz- und Liegeflächen rund um das große Kinderbecken sind kleinteiliger angelegt und dürften den Badegästen dank zeitgemäßer Holzauflagen aus Lärche gefallen. „Das geplante Grün sorgt neben zahlreichen neuen Sonnenschirmen für die notwendige Beschattung und schluckt auch einen Teil des Schalls, wenn’s an sonnigen Tagen hoch hergeht im Kinder- und Rutschebecken“, erläutert Moser.

Eingangsbereich großzügiger und barrierefrei gestaltet

Im Zuge dieser Neugestaltung entfällt am Zugang zum großen Schwimmerbecken das kleine Wasserbecken, das nur barfuß durchschritten werden durfte. „Das war nicht mehr zeitgemäß, aber natürlich steht weiterhin eine Dusche im Freien bereit zum Abbrausen vor Betreten der Wasserbecken“, sagt Moser. Dank dieser Modernisierung konnte der Eingangsbereich großzügiger und vor allem barrierefrei gestaltet werden. Auch entlang des großen Beckens wurden neue Sitzgelegenheiten geschaffen, die Sonnenbaden in Wassernähe ermöglichen. Moser: „Hier entsteht durch die neuen Betonplatten ein einladender Verweil- und Wartebereich.“

Finanziert wird diese neuerliche Großmaßnahme laut Stadtverwaltung aus noch zur Verfügung stehenden Geldern der Vorjahre. Allerdings werden erstmals seit längerer Zeit auch die Eintrittspreise für das Bad erhöht. Die Stadt begründete diese Erhöhung im Verwaltungsausschuss des Gemeinderates jüngst mit „laufenden Modernisierungen“ und „steigenden Betriebskosten“, die seit 2010 nicht mehr über die Eintrittspreise weitergegeben worden seien. Einige Stadträte hatten die Preiserhöhung für die Familien-Saisonkarte bemängelt und vorgeschlagen, stattdessen die Einzeltickets etwas anzuheben. Durchsetzen konnten sie sich in der Abstimmung allerdings nicht.

Zuletzt hatte die Kommune das Schwimmerbecken sanieren (2010) und die große Erlebnisrutsche mit Wasserbecken errichten lassen (2003). Im nächsten Schritt soll es – wie bereits während der Haushaltsberatungen berichtet – an die Renovierung der in die Jahre gekommenen Freibad-Gastronomie gehen. Zuletzt hatte die Kommune das Schwimmerbecken sanieren (2010) und die große Erlebnisrutsche mit Wasserbecken errichten lassen (2003). Im nächsten Schritt soll es an die Renovierung der Gastronomie gehen. Nach Auskunft der Stadtverwaltung „laufen aktuell die internen Überlegungen“, wie ein solches Restaurant künftig aussehen könnte. „Wir streben eine Beratung mit den kommunalen Gremien noch in diesem Jahr an“, hieß es dazu aus dem Rathaus. Auf die Frage, ob die Verpachtung der Gaststätte nach der Renovierung neu ausgeschrieben werde, ließ die Stadt wissen, dass man sich erst nach der Beschlussfassung im Gemeinderat „auch über die Möglichkeiten zur Gewinnung eines Pächters“ Gedanken machen werde. „Dazu ist es aktuell aber noch zu früh.“

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