Fernsehteam dreht bei sehr gut besuchten Lichtmomenten

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Rudi Martin

Mit mehr als 2000 Besuchern aus nah und fern hat am vergangenen Samstag der Haisterkircher Adventsmarkt „Lichtmomente“ stattgefunden – und das heuer bereits zum zehnten Mal. Die rekordverdächtige Besucherzahl in diesem Jahr hatte dabei einen ganz besonderen Grund.

Das SWR-Fernsehen hatte Haisterkirch als Drehort für die Advents-Sonderausgabe der Reisereportage „Die große Expedition in die Heimat“ ausgewählt und dazu eine ganze Reihe von Mitwirkenden für diese Sendung zu Interviews und Darbietungen eingeladen. Die Sendung mit dem Titel „Adventszauber in Oberschwaben“ wird am Freitag, 6. Dezember, von 20.15 bis 21.45 Uhr im SWR ausgestrahlt.

Bad Waldseer Akteure werden interviewt

Im Haidgau waren nun extra zwei Bühnen aufgebaut worden. Eine davon war im Freien platziert worden, für die andere war in der Zehntscheuer im oberen Stockwerk eine größere Fläche von verschiedenen hiesigen Vereinen frei geräumt worden. Hier fanden dann auch Gespräche mit Menschen aus der Region statt. Zu denen gehörten unter anderen aus dem Bad Waldseer Bereich Schwestern des Klosters Reute, Bürgermeister Roland Weinschenk, Ortsvorsteherin Rosa Eisele und die Initiatorin der „Lichtmomente“, Bettina Daiber.

Manch einer der Stammgäste dieser Veranstaltung fragte sich verwundert: „Was ist denn dieses Mal los bei den Lichtmomenten und warum dreht das SWR-Fernsehteam gerade hier in Haisterkirch?“ Eine Antwort darauf hatten Insider parat: „Hier in Haisterkirch ist Bernhard Bitterwolf - meistens „Barny“ genannt - zuhause und der pflegt seit Jahrzehnten beste Beziehungen zum SWR-Fernsehen.“ Bitterwolf ist oft als wortgewandter, schlagfertiger Moderator im Einsatz, so auch an diesem Nachmittag und Abend in seiner Heimatgemeinde. Für das SWR-Team stand er Rede und Antwort auch bei einer Kirchenführung in der Pfarrkirche St. Johannes Baptist. Er erklärte die dortigen bekannten Bilderwerke, die einen Bezug zur Weihnachtszeit haben und stellte Advents- und Weihnachtsbrauchtum aus der Region vor.

Ehrenamtliche Helfer im Einsatz

Dass die Veranstaltung Lichtmomente eine unerwartet große Entwicklung nehmen konnte, verdankt man im Wesentlichen auch den Mitarbeitern der Ortschaftsverwaltung, an der Spitze Ortsvorsteherin Rosa Eisele. Denn diese erledigten wichtige Vorarbeiten und zudem war es gelungen, die zahlreichen Vereine und Gruppierungen im Dorf für die Lichtmomente zu begeistern. Ehrenamtliche Helfer von Krabbelgruppe, Männerchor, Musikverein, Sportverein und Tennisabteilung saßen wieder in den Pförtnerhäuschen.

Eröffnet wurden die „Lichtmomente“ mit herzerfrischendem Gesang aus Kinderkehlen. Die Kinder des Kindergartens St. Margret und deren Erzieherinnen hatten sich auf der SWR-Bühne eingefunden. Den fröhlichen Gesang begleitete Barny Bitterwolf auf der Gitarre. Gesanglich war die Winter- und Weihnachtszeit in den Mittelpunkt gerückt worden.

Etliche beteiligte Vereine und Gruppierungen hatten ihre Essens- und Getränkeangebote zum Teil an neuen Standorten und Ständen eingerichtet. Alle Aussteller und Beschicker waren darauf bedacht, ihre Stände nett zu schmücken.

Der Advents- und Kunstmarkt mit Geschenkartikeln aller Art, mit vielen handgefertigten, sehenswerten, filigranen Kunstarbeiten und Köstlichkeiten zum Essen und Trinken lockte auch am späten Abend noch weitere Besucher, die Lichterglanz, Flair und Atmosphäre im Klosterhofareal genießen und die Feuershow erleben wollten.

Lange Wartereihen bildeten sich bei den Versorgungsständen. Mitglieder der Narrenzunft „Waldhex“ hatten wieder fleißig Waffeln gebacken. Die Pommes, Steaks und Würsten der Jugendabteilung des Sportvereins fand reißenden Absatz. Auch die heißen Getränke und Suppen des Kirchenchors waren stets gefragt. Die kulinarischen Feinheiten in Bettina Daibers Essbar und Chocolaterie mit Tapas-Angebot sowie die Sekt- und Weinverkostung fanden besten Zuspruch. Der Förderverein der Grundschule bewirtete im Pfarrgemeindesaal. Eltern hatten leckere Torten und Kuchen gespendet.

Hunderte von Menschen strömten am Nachmittag in die Kirche, um der meditativen „Klangzeit“ von Marina Bühler und Johannes Tress beizuwohnen, der Märchenerzählerin Dora Dipfele zuzuhören und sich von der wunderbaren Melodienfolge des Frauenchors Intakt begeistern zu lassen. Einige Hundert Zuschauer waren geblieben, um gegen 21 Uhr - eine Stunde später als vorgesehen - die Feuerkünste von „Benji Balloon“ (Benjamin Messatchi) mitzuerleben.

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