Falscher Ansatz beim Kulturfonds

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Wolfgang Heyer
Wolfgang Heyer (Foto: Roland Rasemann)
Redaktionsleiter

Vom Grundsatz her ist der städtische Kulturfonds ein absolut begrüßenswertes Entgegenkommen der Stadt an die Kulturschaffenden. Aber: der Ansatz ist falsch. Warum erfolgt eine mögliche Förderung nach dem Subsidiaritätsprinzip? Das bedeutet nämlich, dass die Kulturveranstalter zuvor alle Möglichkeiten der Eigenfinanzierung ausschöpfen müssen. Und warum behält sich die Stadt vor, die Förderung ganz oder teilweise zurückzufordern, wenn – es folgt ein Zitat aus der Kulturförderrichtlinie – „der Verwendungsnachweis geringere Aufwendungen als im Antrag angegeben oder Gewinn ausweist“? Warum darf bei einer städtisch geförderten Kulturveranstaltung kein Gewinn erzielt werden? Steht Kultur etwa immer für ein Nullsummenspiel?

Eine tatsächliche Unterstützung wäre ein Pauschalbetrag, der den Kulturverantwortlichen Spielräume ermöglicht und im Idealfall sogar ein paar Groschen fürs Sparschwein einbringt.

w.heyer@schwaebische.de

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