Essen ist ein Bedürfnis – Genießen eine Kunst

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Links im Bild mit den dunklen Haaren - Heidi Wurm und rechts blond hinter der Theke Gaby Kibler
Links im Bild mit den dunklen Haaren - Heidi Wurm und rechts blond hinter der Theke Gaby Kibler (Foto: Steffi Rist)

Zwei Frauen treffen aufeinander, haben eine Idee und setzen diese um. Heraus kommt ein wunderbarer Abend, der nicht nur Genuss bringt, sondern auch ein Stück Selbsterfahrung. Gaby Kibler, Inhaberin des Kleinen Cafés in der Wurzacher Straße in Bad Waldsee und Heidi Wurm, Psychologin und Trainerin führten in charmanter Weise durch einen Abend mit dem Thema „achtsame Schokoladenverkostung“.

Nicht nur aus Bad Waldsee waren die Gäste gekommen bis von Friedrichshafen ist sogar eine Dame angereist. Viele Gäste kamen auch aus Ravensburg. Besonders angetan waren vier Damen, die sich derzeit in den Waldseer Rehakliniken zur Rekonvaleszenz befinden und gerne tagsüber Gast in dem kleinen Café sind.

Die Veranstaltung sollten den Besuchern Genuss und Achtsamkeit näherbringen. Anfangs wussten vermutlich die wenigsten auf was sie sich einlassen werden. Wie passt Achtsamkeit zu Schokolade? Heidi Wurm erklärte den Begriff „achtsam“ mit bewusstem Wahrnehmen. Wer bewusst wahrnimmt, kann auch besser genießen. Wer genießen kann, fühlt sich glücklicher, zufriedener und gesünder. In diesem Zusammenhang führte sie ebenso die verschiedenen Formen des Hungeressens an. Dazu ist es wichtig, dass einem bewusst wird, warum esse ich. Am besten einfach in sich hineinhören. Bei den servierten Schokoladenvarianten handelte es sich um sehr hochwertige handgefertigte Schokolade, die in einer kleinen Manufaktur aus der Region hergestellt wird. Gaby Kibler erklärte hierzu die Entstehung der Schokolade und dass es diese auch bereits seit dem 19. Jahrhundert gibt. Anfangs wurde Schokolade über die Apotheke verkauft.

Nach jeder Achtsamkeitsübung, die ein bewusstes Einlassen auf den anschließenden Genuss vorbereitete, gab es eine besondere Schokolade. Sei es ein Nougattörtchen, eine Mischung aus fruchtiger 35-Prozent-Schokolade mit einem Hauch von Zartbitter oder gar das Erlebnis der 84-Prozent-Schokolade mit einem Nougatstreifen und Sauerkirschen – gepudert mit Kakao – jede Sorte war ein besonderes Erlebnis. So wurden insgesamt sieben Sorten Schokolade verkostet. Die Begeisterung der Gäste war sehr groß und jede und jeder der diesen Abend besucht hat, nimmt sicher in Zukunft sein Essen bewusster wahr.

So gaben die beiden Frauen auch den Gästen eine wichtige Botschaft mit auf den Weg: Von Heidi kam die Botschaft –„Genuss braucht Zeit – die soll und darf man sich nehmen – ohne Reue“ – Gaby setzte dann darauf hin ihre Botschaft an die Gäste „Denken sie auch an sich und schenken sich selber einen Genuss“. Sie erlebt nämlich täglich in ihrem Café, dass die Menschen kommen und die verschiedenste Schokolade aussuchen und dabei bereits im Hinterkopf haben wem sie etwas Gutes tun wollen.

Nach der sehr guten Resonanz soll es nicht bei dieser einmaligen Veranstaltung bleiben.

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