Eine-Welt-Laden ist Kern der Fairtrade-Schule

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 Faire Zeichen setzen eine Reihe von Städten in der Region. Kürzlich trafen sich Vertreter der Fairtrade Städte Allgäu/Oberschwa
Faire Zeichen setzen eine Reihe von Städten in der Region. Kürzlich trafen sich Vertreter der Fairtrade Städte Allgäu/Oberschwaben zum Austausch in Wangen im Allgäu. (Foto: Stadt Wangen/Susanne Müller)
Schwäbische Zeitung

Vertreter der Fairtrade-Städte Ravensburg, Friedrichshafen, Tettnang, Meckenbeuren, Bad Waldsee sowie die beiden Regionalpromoter für fairen Handel in der Region Allgäu/Oberschwaben, Félix Edgar Callejas und Martin Lang, sind zu Besuch in Wangen gewesen und haben die im vergangenen Jahr erstmals in Bad Waldsee einberufenen Regionaltreffen fortgesetzt. Im Mittelpunkt stand laut Pressemitteling neben dem Austausch vor allem auch die Information über „El Sol“ und das Berufliche Schulzentrum (BSW), das im vergangenen Jahr Fairtrade-Schule wurde.

Die Teilnehmer ließen sich erklären, wie das BSW Fairtrade-Schule wurde und wie der Unterricht für die Juniorenfirma „El Sol“ funktioniert. Sarah Schlumpberger, Lehrerin an der BSW, erläuterte den Prozess der Bewerbung um den Titel der Fairtrade-Schule: „Wir konnten auf sehr viele Dinge zurückgreifen, die es an unserer Schule schon gab und die nur noch zusammengeführt werden mussten“, sagte sie. Gefordert wird im Kriterienkatalog für die Bewerbung zur Fairtrade-Schule ein Schulteam, ein Kompass, der die Beziehung der Schule mit der Fairtrade-Stadt – in diesem Fall Wangen – zeigt, faire Produkte, Unterricht über das Thema – der am BSW in vier Bereichen gehalten wird – sowie Schulaktionen.

Eine-Welt-Laden im Mittelpunkt

Kern der Fairtrade-Schule ist der Eine-Welt-Laden „El Sol“, der von Schülern in einer Juniorenfirma geführt wird. Es gibt jedes Jahr eine „El-Sol“-Klasse, die ein Projekt erarbeitet, wie zum Beispiel die Präsenz bei der lokalen Leistungsschau „Wangener Welten“ oder zum Thema Lebensmittelverschwendung.

Die Schüler der „El-Sol“-Klasse erläuterten, wie die Juniorenfirma arbeitet und was ihre jeweiligen Aufgaben sind. Während sich eine Gruppe um den Einkauf kümmert, gibt es Verantwortliche für den Dienstplan, den Verkauf und vieles andere. Auf großes Erstaunen bei den Gästen stieß die Tatsache, dass der Laden auch während der Ferien offen ist. Im Ladengeschäft „El Sol“ beim Frauentor konnte sich die Gruppe schließlich ein Bild von der praktischen Arbeit machen. Dass „El Sol“ entspannt funktioniert, habe unter anderem den Grund, dass die Stadt den Raum mietfrei zur Verfügung stelle, sagte Bernhard Baumann.

Beim anschließenden Bericht der Städte über die Dinge, die bei ihnen erfolgreich laufen, zeigte sich eine große Bandbreite von der Messebeteiligung über eine Kaffee-Challenge bis hin zum Buchladen-Hopping oder eine Handy-Sammelbox. Sicher ist, dass die Regionaltreffen fortgesetzt werden sollen. Im nächsten Jahr treffen sich die Interessierten in Ravensburg.

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