Einblick in die Welt der Baby-Artikel

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Gut informiert haben die SZ-Leser die Baby-Walz-Filiale nach den Ausführungen von Mike Liebenau (links) verlassen.
Gut informiert haben die SZ-Leser die Baby-Walz-Filiale nach den Ausführungen von Mike Liebenau (links) verlassen. (Foto: Marcel Lang)
Marcel Lang

Die Aktion „Schwäbische Türöffner“ macht es möglich, bei Unternehmen in Bad Waldsee und Aulendorf hinter die Kulissen zu schauen. Am Dienstag haben 17Leser der Schwäbischen Zeitung eine zweistündigen Betriebsführung beim Versandhaus Walz bekommen.

Um 10 Uhr wurden die Zeitungsabonnenten von Vertriebsleiter Mike Liebenau und Personalreferent Rudolf Knoll begrüßt. Das Unternehmen zähle mittlerweile insgesamt 1350 Mitarbeiter an den Standorten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das Versandhaus in Bad Waldsee sei in den 50er-Jahren entstanden, berichtet Liebenau und übergab an die Leiter aus der Abteilung Versand.

20 000 Pakete täglich

Alexander Bitterwolf und Michael Graf geleiteten die SZ-Leser in die Hallen der Logistik. Warnwesten wurden angelegt und die Führung konnte beginnen. „Jeden Tag laufen bei uns bis zu 20 000 Pakete über das 500 Meter lange Förderband. Das ergibt fünf Millionen Pakete pro Jahr,“ berichtete Bitterwolf. Das Förderband lenkt die Pakete kreuz und quer durch die Hallen. An verschiedenen Stationen werden teils durch Mitarbeiter, teils durch automatisierte Roboter Kartons gefaltet, Barcodes gescannt oder Artikel verwaltet. Die Gruppe bewegte sich aus Sicherheitsgründen innerhalb gelber Linien Richtung Kartonlager. In der 90Meter langen und 50 Meter breiten Halle sei Platz für 125 000 Pakete, erzählte Bitterwolf.

Baby Walz besitzt außerdem einen Bereich für Retouren. Die Rücksendungen aus ganz Deutschland werden in Günzburg gesammelt, bis sie von Lastwagen nach Bad Waldsee kutschiert werden. „Wenn wir neue Ware in unser Sortiment aufnehmen, müssen diese Artikel erst einmal die Kontrolle überstehen“, sagte Bitterwolf und zeigte auf die Qualitätssicherung. Regelmäßig werden zudem Stichproben entnommen und getestet.

Mit diesem Wissen führte Liebenau die Gruppe in die seit Dezember renovierte Baby-Walz-Filiale. Es reiche nicht mehr aus nur einen „Retro-Laden“ zu haben, stieg Liebenau ein und ging damit auf die Kernkundengruppe ein, die 20- bis 40- Jährigen. Die Filiale in Bad Waldsee besitze ein sehr großes Einzugsgebiet und sei deshalb sehr umsatzstark. Wie Liebenau erzählte, wolle das Unternehmen weiter expandieren und vor allem in dem Bereich der Digitalisierung investieren.

Die Teilnehmer, von denen Einzelne selbst einmal Mitarbeiter des Unternehmens waren, fanden die Führung sehr informativ. „Ich fand es super. Man hatte immer eine Vorstellung, wie es in dem Logistikbereich aussieht – jetzt weiß ich es. Auch das vieles vollautomatisiert ist, hat mich beeindruckt“, sagte die Bad Waldseerin Hilda Cuden nach der Betriebsführung.

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