Einblick in die Dämmstoff-Produktion

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 Im Bild zu sehen sind (von links) Marc Kovatschevitsch, Walter Göppel, Shqipe Karagja und Roland Weinschenk.
Im Bild zu sehen sind (von links) Marc Kovatschevitsch, Walter Göppel, Shqipe Karagja und Roland Weinschenk. (Foto: Brigitte Göppel)
Schwäbische Zeitung

Jüngst hat für Bürgermeister Roland Weinschenk und Bad Waldsees Wirtschaftsförderin, Shqipe Karagja, der Besuch des Dämmstoffherstellers IsoBouw – vielen noch bekannt als Firma Knauf – in der Steinenberger Straße auf dem Programm gestanden. Begleitet wurden die beiden vom European-Energy-Award-Berater der Stadt, Walter Göppel, der zugleich Geschäftsführer der Energieagentur Ravensburg ist.

Die Stadt Bad Waldsee besucht nach eigenen Angaben regelmäßig verschiedene Betriebe in der Stadt und in den Ortsteilen, um sich über die einzelnen Unternehmen zu informieren und den Austausch zu pflegen und zu fördern. Werkleiter Marc Kovatschevitsch, der dem Betrieb bereits seit 21 Jahren angehört, begrüßte die Gäste und informierte anhand einer Präsentation über das 1963 in Bad Waldsee gegründete Unternehmen.

Im Lauf der vergangenen 55 Jahre veränderte sich mehrmals die Eigentümerstruktur, zuletzt im Mai dieses Jahres. Seither ist IsoBouw GmbH Teil der Hirsch-Servo-Gruppe mit Sitz in Österreich. Im April 2019 soll sich dann auch der Name in Hirsch Porozell ändern. Die Hirsch-Servo-Gruppe zählt mit den sieben Standorten zu den Marktführern für EPS-Dämmstoffe in Deutschland.

Der Standort Bad Waldsee ist ein reiner Produktionsstandort, hier werden EPS/Styropor-Dämmstoffe hergestellt. 14 000 Quadratmeter des insgesamt 22 000 Quadratmeter großen Werksgeländes sind überbaut. Am Standort Bad Waldsee sind derzeit 15 Mitarbeiter beschäftigt. Neben den Rohstoffkosten stehen die Energiekosten an zweiter Stelle, informierte der Werkleiter.

Für die Herstellung des EPS (Styropor) wird vor Ort ausschließlich Wasserdampf benötigt. Dieser wird in der hauseigenen Dampferzeugung erzeugt. Mittelfristig sind hier einige Maßnahmen geplant, welche die Co2-Bilanz erheblich verbessern werden. Als Hersteller von Dämmstoffen lege das Unternehmen großen Wert auf Energieeffizienz und Umweltschutz und ist nach DIN ISO 50001 im Energiemanagement erfolgreich zertifiziert. „Wir sind da gut aufgestellt, das ist ein kontinuierlicher Prozess“, sagte der Werkleiter im Gespräch.

Bürgermeister Roland Weinschenk erklärte, dass auch die Stadt großen Wert auf Umweltschutz und Energieeffizienz lege und im Jahr 2014 die Auszeichnung mit dem „European Energy Award in Gold“ erhalten habe. Falls das Unternehmen Fragen habe bei der Umsetzung von weiteren Energieeinsparmaßnahmen oder zu Förderanträgen, sei die Energieagentur Ravensburg gerne behilflich. Aus diesem Grund nehme auch deren Geschäftsführer Walter Göppel an diesem Firmenbesuch teil.

Im Anschluss an die Präsentation führte Marc Kovatschevitsch durch die Produktionsstätten und gewährte dabei einen Blick hinter die Kulissen. Beim Rundgang informierte er über die verschiedenen Arbeitsprozesse sowie die Anforderungen, die ein solcher Betrieb benötigt.

Zum Abschluss des Besuchs wollte Bürgermeister Weinschenk noch wissen, ob aktuelle Themen anstünden und ob die Stadt in irgendeiner Weise behilflich sein könne. Auch die Wirtschaftsförderin der Stadt, Shqipe Karagja, stehe dem Unternehmen jederzeit für Auskünfte zur Verfügung, sagte sie.

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