E-Minibus wird rege genutzt

Lesedauer: 3 Min
 Der E-Minibus mit Standort in der Hittisweiler Straße in Bad Waldsee wird nach Angaben der Stadt mittlerweile rege von Vereinen
Der E-Minibus mit Standort in der Hittisweiler Straße in Bad Waldsee wird nach Angaben der Stadt mittlerweile rege von Vereinen genutzt. (Foto: Karin Kiesel)

Nach Anlaufschwierigkeiten wird der E-Minibus in der Hittisweiler Straße zwischenzeitlich gerne und rege von vielen Vereinen genutzt. Das teilte die Stadtverwaltung in der jüngsten Gemeinderatssitzung mit. Seit November steht der Bus bereit, auch die Ladesäule befindet sich in der Hittisweiler Straße.

Ende 2017 hatte der Gemeinderat beschlossen, zwei Jahre lang in Zusammenarbeit mit Remo (Regionalentwicklung Mittleres Oberschwaben) an dem zweijährigen Minibus-Förderprojekt zur Erprobung möglicher Mobilitäts-Konzepte teilnehmen. Für die Bereitstellung des Nissan-Elektro-Kleinbusses mit Car-Sharing-Ausstattung ist die Firma E-Wald mit Sitz in Teisnach in Bayern betraut worden. Bei Vollladung könne der Minibus rund 240 Kilometer zurücklegen, hieß es in der Sitzung. Wer den Bus nutzen möchte, muss sich bei der Stadtverwaltung (Fachbereich Öffentlichkeitsarbeit und Bürgerschaftliches Engagement, Telefon 07524/ 941310) registrieren.

Fahrzeug kann online gebucht werden

Die Interessenten erhalten nach Angaben der Stadt eine Zugangskarte und Zugangsdaten, mit denen das Fahrzeug über die E-Wald-Homepage (www.e-wald.eu) gebucht werden kann. Bei der Reservierung gelte: Wer zuerst kommt, fährt zuerst. Die Buchung über die E-Wald-Homepage verlaufe gut und übersichtlich, hieß es nun in der Sitzung. Auf einen Blick sei überschaubar, ob das Fahrzeug belegt oder zur freien Verfügung steht. Interessierte Vereine, Schulen und Institutionen können den Minibus kostenlos nutzen. Die Nachfrage habe „sich sehr erfreulich“ entwickelt.

Auch die weiteren Möglichkeiten zur Nutzung wurden in der Sitzung aufgezeigt. So beispielsweise die Möglichkeit, dass der Minibus den Citybus zu Zeiten ersetzen könnte, an denen es keinen Stadtbusverkehr gibt. In diesem Zusammenhang kam auch das Thema Bürgerbuskonzept zur Sprache. Wie die Verwaltung erläuterte, solle dies ausprobiert werden, allerdings gebe es einige knifflige Voraussetzungen. So müsse ein Bürgerbusverein gegründet werden und es brauche einen Hauptverantwortlichen und eine koordinierende Stelle müsse geschaffen werden. Zum Betrieb benötige es zudem einen Fahrerpool von etwa 20 Personen. Eine weitere Schwierigkeit sei der Einsatz des Bürgerbusses in Konkurrenz zu den Konzessionen der Linienbusverkehre.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen