Drehleiter versagt ihren Dienst bei Großbrand

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Der TÜV sollte mit seiner Feststellung, die 28 Jahre alte Drehleiter der Waldseer Feuerwehr sei nur noch „bedingt einsatzfähig“, recht behalten.

Ausgerechnet beim Großbrand im Stadtkern, wo das Gerät am Samstag dringend benötigt wurde, versagte die Leiter ihren Dienst. Die Steuerung des zuletzt im Jahre 2003 für 75000 Euro generalüberholten Gerätes hatte den „Geist aufgegeben“. Und zwar nach Auskunft der Feuerwehr bereits in der „ersten Einsatzphase“der Löscharbeiten. Als Ersatz musste deshalb die Drehleiter aus Altshausen angefordert werden. Gemeinsam mit den Leitern aus Bad Wurzach, Aulendorf und Weingarten brachten die Einsatzkräfte das Feuer unter Kontrolle.

Die örtliche Feuerwehr sieht - bestärkt durch diesen Vorfall zur Unzeit - „dringenden Handlungsbedarf“ was die Anschaffung der neuen, vom Gemeinderat im Dezember 2011 bereits gebilligten Drehleiter „DLK 23-12“ für 660000 Euro angeht. Nach SZ-Informationen hat Bürgermeister Roland Weinschenk am Samstag noch am Einsatzort signalisiert, gleich diese Woche beim Regierungspräsidium „nachzuhaken“, wie es um die Bearbeitung des eingereichten Zuschussantrages stehe.

Wie berichtet, hofft die Kommune für diese Ersatzbeschaffung auf Landesgelder in Höhe von 240000 Euro. Die in die Jahre gekommene Leiter stammt aus dem Jahr 1984 und bei der Ratsentscheidung war deren Zustand auch von der Stadtverwaltung als „bedenklich“ eingestuft worden. Und daran bestehen nach dem jüngsten Feuerwehreinsatz wohl keine Zweifel mehr.

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