Die Suche nach dem Weg aus der Krise

Lesedauer: 3 Min
 An der Schwäbischen Bauernschule findet ein interessanter Vortrag über König Wilhelm I. statt.
An der Schwäbischen Bauernschule findet ein interessanter Vortrag über König Wilhelm I. statt. (Foto: Archiv: Wolfgang Heyer)
Schwäbische Zeitung

Rainer Loose hält am Donnerstag, 14. März, um 19 Uhr einen Vortrag über „Schweizer Vieh und Zuckerrüben. Reformen für das neue Württemberg. König Wilhelm I., die Centralstelle des Landwirtschaftlichen Vereins und Oberschwaben (1817–1848)“ in der Schwäbischen Bauernschule Bad Waldsee. Außerdem hält er eine Präsentation des von ihm zu diesem Themenkomplex verfassten Buches, heißt es in der Ankündigung.

Die Kriege der napoleonischen Zeit und das „Jahr ohne Sommer“ 1816 verursachten auch im jungen Königreich Württemberg eine große Hungersnot. Die Defizite in der Landwirtschaft wurden offensichtlich. Sie war – ebenso wie das stillstehende Gewerbe – nicht in der Lage, die Ernährung einer wachsenden Bevölkerung sicher zu stellen, so die Ankündigung.

Weiter heißt es in der Pressemitteilung: Es bedurfte überall im Königreich, nicht nur in Oberschwaben der Entwicklung neuer Anbaumethoden, der Einführung ertragreicherer Feldfrüchte, der Zucht leistungsfähigerer Nutztierrassen. Zur Förderung derartiger Innovationen wurde unter König Wilhelm I. (1781–1864) der Landwirtschaftliche Verein mit seinem Leitungsorgan, der Centralstelle, gegründet. Sie sollte Grundlagen für die Landwirtschaft schaffen und empirisches Wissen sammeln, rationelle, wissenschaftlich gesicherte Methoden entwickeln und vor allem für die Verbreitung der neuen Erkenntnisse sorgen.

Die breit gefächerten Initiativen der Centralstelle und der nachgeordneten Bezirksvereine veranschaulichen, so die Mitteilung, eindrucksvoll die Bemühungen des monarchischen Obrigkeitsstaates Reformen von oben einzuleiten und durchzusetzen. Rainer Loose bettet diese Bemühungen des württembergischen Staates in Oberschwaben in einen allgemeinhistorischen Zusammenhang ein und eröffnet so einen neuen Blick auf die staatliche Versorgungs- und Ernährungspolitik in der Übergangsphase von der Agrar- zur Industriegesellschaft in Deutschland, heißt es in der Ankündigung.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen