Deshalb sind Gehwegparker eine Gefahr

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 Falschparker gefährden oft das leben anderer Verkehrsteilnehmer, wie zum Beispiel Kinder.
Falschparker gefährden oft das leben anderer Verkehrsteilnehmer, wie zum Beispiel Kinder. (Foto: Stadtverwaltung)
Schwäbische Zeitung

Bei der Abteilung Öffentliche Ordnung der Stadtverwaltung Bad Waldsee sind vermehrt Beschwerden über Falschparker auf Gehwegen eingegangen.

Laut einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung führe falsches Parken auf Gehwegen oft dazu, dass zum Beispiel ein Durchkommen für Rollstuhlfahrer, Benutzer von Rollatoren und Personen, die einen Kinderwagen schieben, nicht mehr möglich ist. Oft müssten diese dann auf die Straße ausweichen, auf der sie als schwächste Teilnehmer am Straßenverkehr erheblichen Gefahren ausgesetzt sind.

Auch Schulkinder seien hierbei besonders gefährdet, da diese bei einem Ausweichen auf die Straße die Gefährdung nicht richtig einschätzen und vom Autofahrern auch leicht übersehen werden können, heißt es weiter. Insbesondere jetzt in der dunklen Jahreszeit stellen Fahrzeuge auf dem Gehweg eine besondere Gefahr dar, wenn Fußgänger wegen Falschparkern auf die Straße ausweichen und bei schlechteren Sichtverhältnissen vom Autofahrer oft erst spät gesehen werden.

Die Abteilung Öffentliche Ordnung der Stadt Bad Waldsee weist daher darauf hin, dass das Halten und Parken auf Gehwegen nach der Straßenverkehrsordnung grundsätzlich verboten ist. Auch ein kurzer Haltevorgang, um zum Beispiel in einer Bäckerei oder Apotheke etwas einzukaufen oder um eine Ladetätigkeit durchzuführen, ist nicht erlaubt. Wenn Gehwege auch nur teilweise durch parkende Fahrzeuge eingeschränkt werden, ist das bereits ein ordnungswidriges Parken.

Innerorts dürfen Fahrzeuge am rechten Fahrbahnrand geparkt werden, wenn die verbleibende Fahrbahnrestbreite mindestens drei Meter beträgt und das Parken nicht durch andere Regelungen, zum Beispiel Haltverbot oder ähnliches, untersagt ist. Der städtische Vollzugsdienst sei laut des Schreibens zur Sicherheit der Fußgänger angewiesen, das Parkverbot auf Gehwegen verstärkt zu kontrollieren und festgestellte Verstöße gebührenpflichtig zu verwarnen. Zum Schutz der Fußgänger und insbesondere von Kindern bittet die Stadtverwaltung Autofahrer, die vorhandenen öffentlichen Parkplätze zu nutzen.

Das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg führt derzeit eine Verkehrssicherheitskampagne zu Unfällen im Ruhenden Verkehr durch. Nähere Informationen dazu gibt es auf www.vorsicht-rücksicht-umsicht.de. Die Stadt Bad Waldsee unterstützt nach eigenen Angaben diese Aktion und der Gemeindevollzugsdienst wird mit Flyern auf diese Gefahren hinweisen.

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