„Der kleine Tag“ wurde groß gefeiert

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Klosterhoffest in Haisterkirch
Klosterhoffest in Haisterkirch (Foto: Rudi Martin)
Rudi Martin

Höhepunkt der Doppelveranstaltung – Kindermusical und Klosterhoffest – war die schon traditionelle Aufführung eines Kindermusicals der Haisterkircher Abt-Hermann-Vogler-Schule. Zwar hatte der monsunartige Regenguss am Freitagabend bewirkt, dass der gewohnt ganz große Zuschauerzuspruch etwas reduziert blieb. Doch klappte es dann trotzdem mit dem Aufführungsbeginn ohne Verspätung. Am sommerlichen Samstagabend bei idealen Temperaturen, als das Musical mit dem Klosterhoffest kombiniert wurde, strömten dann so viele Besucher wie noch nie in das idyllische Areal des Klosterhofs.

Im Juli 2009 wurde erstmals das Kindermusical „Der kleine Tag“ (von Rolf Zuckowski) hier aufgeführt. Jetzt zum kleinen Jubiläum „10 Jahre Klosterhoffest“ hatte Schulleiterin Angelika Holzmann dieses Kindermusical mit neuer Besetzung durch die jetzigen Grundschüler nochmals einstudiert. Es wurde wiederum zu einem beifallumrauschten Auftritt der jungen Bühnenkünstler an beiden Abenden.

Die Zuschauer waren begeistert, weil die Kinder durch gesangliches und tänzerisches Können beeindruckten. Ob nun in kleinen oder ganz großen Rollen oder beim Grundschulchor mitwirkend, Holzmann war es wiederum gelungen, die gesamte Schülerschaft einzubeziehen. Mit Benjamin Hierl, der die Rolle des Erzählers übernommen hatte, war ein Könner gewonnen worden. Sonderbeifall gab es für ihn und all die jungen Schauspieler, allen voran für Emmi Nold, die den „kleinen Tag“ sing- und aussagestark repräsentierte.

Bei der Aufführung gab es viel Unterstützung – dazu gehörtte auch die technische Hilfeleistungen in verschiedenster Form, wie beisspielsweise die professionell gesteuerte Lichtanlage genauso wie die perfekte Beschallung. Dafür gesorgt hatten Gerold Kramer und Yann Zimmermann. Viele Eltern hatten durch ihre Mithilfe im Elternbeirat und auch beim Förderverein die Schulveranstaltung maßgeblich unterstützt. Für besonderes Engagement gab es zum Schluss des Musicals Dankespräsente für Kerstin Ploil, Hierl und Holzmann, überreicht vom neuen Vorsitzenden des Fördervereins Matthias Konrad und begleitet vom prasselnden Applaus.

Das Klosterhoffest 2018

Zum zehnten Mal in Folge wurde das recht beliebte Klosterhoffest am Samstagabend veranstaltet. Nahezu alle örtlichen Vereine und Gruppierungen beteiligten sich auf irgendeine Weise am Gelingen dieses Festes, das im Innenhof zwischen der barocken Giebelseite des Klosterhofs und der Zehntscheuer stattfand.

Eröffnet wurde das Fest mit einem Grußwort der Ortvorsteherin Rosa Eisele. Markus Spieler hatte auf bekannt humorvolle Art die Moderation übernommen und kommentierte sämtliche Auftritte auf der Bühne. Zuerst kletterten die Kindergartenkinder mit ihren Erzieherinnen auf die Bühne und eroberten mit ihrem erfrischenden Kinderliederangebot zum Motto „ Klosterhoffest und die farbige Welt“ die Herzen der zahlreichen Besucher. Spontanen Beifall bekamen die Jüngsten für ihren Song „Welche Farben hat die Welt“, der am Keyboard von Elisabeth Leicher begleitet wurde. Die Musikanten der Haisterkircher Blasmusikkapelle nahmen danach Platz auf der Bühne. Dirigent Florian Hubl hatte für das einstündige, recht unterhaltsame Serenadenkonzert aus seinem Repertoire gefällige, schmissige Stücke ausgewählt.

Mehrere Gruppierungen und Vereine, so der Förderverein der Grundschule, der SV Haisterkirch, die Narrenzunft „Waldshex“, der Männerchor, der Kirchenchor, die Tennisabteilung des Sportvereins und der Musikverein sorgten mit einer Vielfalt an Getränken und Speisen für ein bunt gemischtes kulinarisches Angebot. Neu dabei waren Ministranten, die eine Tombola und einen Büchertisch aufgebaut hatten. Mit dem Erlös möchten sie einen Teil der Romfahrt finanzieren.

An den nett dekorierten Stehtischen und Biertischgarnituren bildeten sich überall auch nach Ende des Musicals noch Menschengruppen, die die laue Sommernacht genossen. Vielfach waren inzwischen Smartphones eingeschaltet worden, um aktuell das WM-Elfmeterdrama zwischen Russland und Kroatien verfolgen zu können.

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