Das wollen die Kandidaten für Ehrenamtliche und Vereine tun

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 Die Kandidaten erläutern, was sie für Ehrenamtliche und Vereine tun wollen.
Die Kandidaten erläutern, was sie für Ehrenamtliche und Vereine tun wollen. (Foto: Wolfgang Heyer)
Schwäbische Zeitung

Die „Schwäbische Zeitung“ hat den Kandidaten für die Bürgermeisterwahl am 26. Januar Fragen über unterschiedliche Themengebiete der Stadt Bad Waldsee zukommen lassen und sie um Beantwortung in maximal 40 Zeilen gebeten. Bis zur Wahl veröffentlicht die SZ insgesamt 13 dieser Wahlprüfsteine. Heute: Ehrenamt und Vereine. Die Reihenfolge der Bewerber ergibt sich aus der Reihenfolge auf den Stimmzetteln.

German Finster

Den Stellenwert erhöhen und stärker fördern.

Peter Hellstern

Ich habe es selbst immer wieder erlebt, dass Ehrenamtler als selbstverständlich hingenommen werden und als Verantwortliche dann im Zweifelsfall zur Rede gestellt werden. Um ein Umdenken zu erwirken, könnte zum Beispiel eine regelmäßige Berichterstattung/Lobung/Ehrung durchaus hilfreich sein – sofern dies von den Beteiligten erwünscht ist.

Simon Weißenbach

Ich werde den Kontakt zu den Ehrenamtlichen und Vereinsmitgliedern pflegen, ihre Bedürfnisse anhören und meine Meinung daraus bilden, wie ich in welcher Form sie in ihrer Mitgliedschaft und Verein vor Ort unterstützen kann. Zwei Punkte, die mir wichtig sind: 1. Trauerrede für verstorbene Mitglieder halten. 2. Ehrungen der Langzeitmitglieder.

Matthias Henne

Bad Waldsee ist für mich auch eine Stadt der Vereine. Viele Bürgerinnen und Bürger engagieren sich ehrenamtlich für ihre Stadt und ihre Ortschaft. Dieses Engagement will ich unbürokratisch unterstützen und fördern. Es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten dem Ehrenamt Wertschätzung und Unterstützung zukommen zu lassen. Ganz konkret: Aktuell gibt es in Bad Waldsee nicht genügend Möglichkeiten für Proberäume der Vereine. Hier wäre es denkbar, unter Einbezug aller Akteure, ein „Haus der Vereine” zu realisieren. Da ich selbst schon immer in Vereinen aktiv bin – auch in leitender Funktion – weiß ich, dass ein gutes Miteinander zwischen Verein/Ehrenamt und Verwaltung sehr fruchtbar sein kann. Mir ist es auch wichtig auf Augenhöhe mit den Vorständen im Austausch zu stehen und auch für die Mitglieder zuverlässiger Ansprechpartner zu sein. Durch Besuche der Konzerte, Veranstaltungen, Jahreshauptversammlungen habe ich immer mein Ohr direkt an den Sorgen und Nöten in den Vereinen. Nach einer Einarbeitungszeit möchte ich mir auch die Kulturförderrichtlinien genauer ansehen und überprüfen, ob es keinen aktuellen Handlungsbedarf bei der Kultur- und Vereinsförderung gibt. Mir schwebt darüber hinaus auch vor, eine Zukunftswerkstatt für unsere Vereine durchzuführen. Die Mitgliederzahlen gehen zurück, das Alter der Mitglieder steigt ständig an. Da müssen wir doch was tun. Vereine müssen cool und attraktiv für die Jugend werden, dann haben sie Zukunft.

Bernhard Schultes

Ehrenamtlich Engagierte in allen Bereichen – Sport, Kultur, Brauchtum, Kirchen und Soziales – leisten einen enorm wichtigen Beitrag für unsere Stadtgesellschaft. Die Ehrenamtlichen und Vereinsmitglieder in den Ortschaften und der Kernstadt haben es verdient, dass sie in ihrer Arbeit unterstützt und ernst genommen werden. Das weiß ich aus Erfahrung, ich bin in Bad Waldsee selbst vielfach ehrenamtlich engagiert und in vielen Vereinen dabei. Als Bürgermeister werde ich zusammen mit dem Gemeinderat strukturelle Überlegungen zur Unterstützung des Ehrenamts umsetzen. Meine Idee wäre eine Art Lotsenfunktion in der Verwaltung einzurichten. Die muss es Vereinen und Veranstaltern leichter machen, die zunehmenden Formalitäten zu erledigen. So dass sich alle wieder stärker auf die Arbeit im Ehrenamt und im Verein konzentrieren können. Die Förderrichtlinien für Vereine müssen regelmäßig überarbeitet werden. Neben den monetären Regelungen werde ich dem Gemeinderat vorschlagen, auch Regelungen zur Nutzung städtischer Einrichtungen und Dienstleistungen aufzunehmen. Die Anerkennungskultur zu fördern ist mir ein weiteres Anliegen. Dazu schwebt mir die Einführung einer Ehrenamtskarte vor, wie wir sie im Landkreis derzeit schaffen. Auch den Tag des Ehrenamts möchte ich auf neue Beine stellen, das ist eine große Chance, die Aktiven der Stadt zusammenzubringen.

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