Das sind die letzten Tipps fürs Deutsch-Abi

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„Abitur – bitte nicht stören“, heißt es ab Mittwoch in den Gymnasien wieder.
„Abitur – bitte nicht stören“, heißt es ab Mittwoch in den Gymnasien wieder. (Foto: dpa/Felix Kästle)
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Am Mittwoch beginnt das Abitur. Die Gymnasiasten werden sich unter anderem den Prüfungsfragen in Deutsch, Englisch und Mathematik stellen und gefordert sein. Sabine Volkwein, Fachbeauftragte Deutsch am Gymnasium Bad Waldsee, gibt den Schülern aus langjähriger Erfahrung noch ein paar Tipps mit auf den intensiven Abi-Weg.

Traditionell eröffnet der Deutsch-Test das Abitur. In diesem Jahr stehen die drei Pflichtlektüren „Dantons Tod“ von Georg Büchner, Homo faber“ von Max Frisch und „Agnes“ von Peter Stamm auf dem Abitursprogramm. In den noch wenig verbleibenden Tagen bis zum ersten Härtetest rät Volkwein den Schülern dazu, die Buchpassagen, die im Unterricht besprochen wurden, nochmals durchzugehen und im Original nachzulesen. Außerdem sei es speziell für die fünfeinhalb stündige Deutsch-Prüfung vorteilhaft, ausgeschlafen in die Schule zu kommen. „Bei dieser Prüfung sollte man körperlich und geistig fit sein.“

Eine gute Vorbereitung senkt also den Puls. Wer dennoch Nervenflattern hat, kann bei der Abi-Meditation um 7.30 Uhr bei angeleiteten Übungen mit Pfarrer Stefan Werner Entspannung finden. „Die Schüler sitzen zusammen und kommen zur Ruhe“, beschreibt die Deutschlehrerin das spezielle Angebot der Schule. Volkwein ist seit dem Jahr 2000 Deutsch-Lehrerin und war bei mehr als zehn Deutsch-Prüfungen dabei. Ihr Tipp: „Ganz wichtig ist es, dass die Schüler ihren langen Aufsatz mit Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen angehen und selbst glauben, was die da schreiben.“ Vorgefertigte, auswendig gelernte Passagen seien kontraproduktiv. „So etwas ist fatal. Es ist viel besser, sich selbstständig Gedanken zu einem Thema zu machen“, meint die 47-Jährige und ergänzt: „Die Schüler sollten nicht sofort drauflos schreiben, sondern sich erst ein Konzept zurechtlegen – einen Schreibplan.“ Das bedeute gleichwohl nicht, zu lange untätig vor dem weißen Blatt zu sitzen. Die Mischung sei entscheidend. Und auch hier gelte der Grundsatz: Ruhe bewahren.

Von Energy-Drinks während den Prüfungen hält Volkwein wenig. Sie rät zu Wasser und zu „Süßem für den Kreislauf und einem Vesperbrot“.

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