Coronavirus: Bad Waldseer Gymnasium bleibt am Montag geschlossen

Lesedauer: 5 Min
 Das Gymnasium in Bad Waldsee.
Das Gymnasium in Bad Waldsee. (Foto: Wolfgang Heyer)
Redaktionsleiter

Am Montag sollen das Bad Waldseer Gymnasium sowie das Studienkolleg St. Johann in Blönried wegen des Coronavirus geschlossen bleiben, das empfiehlt das Kreisgesundheitsamt des Landkreises Biberach.

Der Grund: ein 43-jährige Mann aus dem Landkreis Biberach wurde positiv getestet und war zuvor mit weiteren 100 Personen bei einer Familienfreizeit in Südtirol – darunter auch Schüler des Bad Waldseer Gymnasiums und des Studienkollegs, wie Landratsamtssprecher Bernd Schwarzendorfer auf SZ-Nachfrage berichtet.

Wie aus der Pressemitteilung des Landratsamts herauszulesen ist, haben sowohl die zwei schulpflichtigen Kinder des positiv getesteten Mannes, als auch die Kinder der Familienfreizeit seit ihrer Rückkehr Schulen besucht. Die Städte und Gemeinden der betroffenen Schulen seien informiert worden.

Außerdem habe das Kreisgesundheitsamt erste Infektionsschutzmaßnahmen ergriffen und die rund 100 Kontaktpersonen ermittelt. Aus diesem Grund sollen am Montag die beiden Schulen in Bad Waldsee und Aulendorf geschlossen bleiben.

„Nach momentanem Stand muss die Schule am Montag geschlossen bleiben“, bestätigt Rektor Robert Häusle am Freitagabend und wurde darüber informiert, dass ein Schüler des Gymnasiums auf der Hütte dabei gewesen ist. Sollte der Schüler negativ getestet werden, wird am Dienstag wieder regulär Unterricht stattfinden. Sollte er positiv getestet werden, wird wohl seine Klasse Zuhause bleiben müssen. Am Wochenende will die Schule Aktuelles dazu auf den Internetseiten veröffentlichen.

Am Freitagmittag waren dort schon erste Informationen zum Umgang mit Corona vorzufinden. Da wird darauf hingewiesen, dass sich die Situation an den Waldseer Schulen verschärft hat, nachdem Südtirol vom Robert-Koch-Institut zu den Risikogebieten hinsichtlich des Coronavirus gezählt wird. Und im gleichen Satz wird klar gestellt, dass es an der Schule „keinen akuten Fall einer Infektion“ gibt.

Diese Personen sollten erst einmal Zuhause bleiben

Die Schule weist auf die Regelungen des für die Schule zuständigen Gesundheitsamtes Ravensburg hin. Demnach sollen alle Personen, die innerhalb der letzten 14 Tage in einem Risikogebiet waren, vorläufig Zuhause bleiben. Das betreffe Schüler ebenso wie Lehrer. Auch eine Spezifikation des Kultusministeriums Baden-Württemberg zum Wort „vorläufig“ war auf den Internetseiten des Gymnasium zu finden.

Da heißt es: „Es gilt ab jetzt folgende Regelung: Alle Personen, die in den vergangenen 14 Tagen aus einem Risikogebiet zurückgekehrt sind, bleiben vorsorglich 14 Tage zu Hause. Die 14 Tage sind individuell ab dem Zeitpunkt der Rückkehr aus dem Risikogebiet zu zählen.

Wir bitten Sie sich daran zu halten.“ Welche Auswirkungen diese Maßnahme auf den Schulbetrieb hat und wie viele Lehrer und Schüler tatsächlich Zuhause bleiben müssen? Dazu Häusle: „Es sind drei oder vier Lehrer und 15 Schüler betroffen. Das ist eine verschwindend geringe Anzahl.“ Zur Relation: am Gymnasium sind rund 600 Schüler und 60 Lehrer. Der Elternsprechtag am Freitag wurde abgesagt.

Für Nicht-Lehrer und Nicht-Schüler teilt das Landratsamt indes mit, dass Menschen, die sich innerhalb der vergangenen 14 Tage in Südtirol aufgehalten haben, „unnötige Kontakte vermeiden und nach Möglichkeit vorläufig zu Hause bleiben sollten und zwar unabhängig von Symptomen.

Reisende, die aus einem Risikogebiet kommen und innerhalb von 14 Tagen nach ihrer Rückkehr Symptome wie Fieber, Muskelschmerzen, Husten, Schnupfen oder Durchfall entwickeln, sollten umgehend telefonisch ihren Hausarzt kontaktieren oder den kassenärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Rufnummer 116 117 anrufen, um das weitere Vorgehen zu besprechen.“

Indes wurde am Freitag bekannt, dass auch die Frau des aus Wangen stammenden Corona-Patienten am Virus erkrankt ist.

Meist gelesen in der Umgebung

Die Kommentarfunktion ist für Sie aktuell gesperrt. Bitte wenden Sie sich an unseren Kundenservice für weitere Infos.
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen

Mehr Themen