Clive Brown gewinnt den Halbmarathon

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Clive Brown von der TG Biberach ist beim Bad Waldseer Lauffieber überlegener Sieger geworden.
Clive Brown von der TG Biberach ist beim Bad Waldseer Lauffieber überlegener Sieger geworden. (Foto: Rolf Schultes)
Schwäbische Zeitung
Sportredakteur

Clive Brown von der TG Biberach hat den Halbmarathon beim Bad Waldseer Lauffieber gewonnen. Brown setzte sich am Samstag über die 21,5 Kilometer vor Rainer Aumann und Stefan Schmid durch. Bei den Frauen gewann nicht die Favoritin Verena Cerna, sondern die Lokalmatadorin Konstanze Friedrich.

Vom Start in der Bad Waldseer Altstadt ging es für die 710 Halbmarathonläufer durch den Schlosspark und Steinach Richtung Reute. Am dortigen Wendepunkt – nach 12,5 Kilometern – führte Clive Brown von der TG Biberach klar vor Michael Kurray von der LG Welfen. 42:53 Minuten war Brown bis dahin unterwegs, Kurray benötigte 43:37 Minuten, genauso wie Stefan Schmid (Rechberghausen). Auch Rainer Aumann (TV Dettingen/Iller, 43:38) war ganz nah an der Spitze dran.

Auf dem Rückweg Richtung Bad Waldsee hielt Brown seine Spitzenposition. „Es war schwierig, aber ich habe versucht, nicht zurückzuschauen“, sagte der Sieger nach dem Zieleinlauf. „Ich habe nur auf die Uhr geschaut.“ Den Streckenrekord von 1:11,37 Stunden aus dem Jahr 2010 brach Brown zwar nicht, sein Sieg in 1:13,12 Stunden vor Aumann (1:14,00), Schmid (1:14,31) und Kurray (1:15,04) war jedoch nicht gefährdet. „Mir hat einfach die Wettkampfhärte gefehlt“, sagte der Vorjahressieger Kurray, der sich wenige Wochen vor dem Lauffieber am Oberschenkel verletzt hatte. „Aber Bad Waldsee ist für mich ein Heimspiel, da musste ich dabei sein.“

Mit einem Heimsieg klappte es für Kurray nicht, anders als für Konstanze Friedrich vom Team „Praxis Bad Waldsee“. Der Sieg der Ärztin war eine große Überraschung. Denn als Favoritin war Verena Cerna vom LC Uster ins Rennen gegangen. In Reute sah es auch noch so aus, als würde Cerna gewinnen. Sie lief die ersten 12,5 Kilometer in 50:21 Minuten und war klar auf Kurs Streckenrekord (1:25,43 Stunden von Marie-Luise Heilig-Duventäster). Friedrich kam nach 51:33 Minuten an den Wendepunkt, Karin Wengert von der LG Welfen nach 52:29 Minuten.

Bereits 2006 hatte Friedrich in Bad Waldsee gewonnen, danach hatte sie aber berufsbedingt eine lange Pause gemacht. Das hielt sie bei ihrer Rückkehr aber nicht davon ab, Cerna zu überholen und das Halbmarathon-Rennen der Frauen in 1:27,45 Stunden zu gewinnen. Humpelnd kam sie ins Ziel. „Die Wade ist eh ein Problem“, sagte sie im Siegerinterview, „aber stehenbleiben wäre noch härter gewesen.“ Cerna wurde letztlich Zweite (1:29,55), Wengert Dritte (1:30,00).

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