Vertreter von Hymer und der Stiftung Liebenau loteten bei einem Einblick in die Ausbildungswerkstätten des Berufsbildungswerks
Vertreter von Hymer und der Stiftung Liebenau loteten bei einem Einblick in die Ausbildungswerkstätten des Berufsbildungswerks eine noch engere Partnerschaft aus (Foto: Stiftung Liebenau)
Schwäbische Zeitung

Das Ravensburger Berufsbildungswerk Adolf Aich (BBW) der Stiftung Liebenau und die Firma Hymer in Bad Waldsee möchten künftig gern enger miteinander kooperieren und gegenseitig von dieser Zusammenarbeit profitieren. Insbesondere im Holzbereich sehe der Wohnmobilhersteller einen Bedarf an Fachkräften, wie es in einer gemeinsamen Pressemitteilung heißt.

BBW-Geschäftsführer Christian Braun und Monika Kordula, Abteilungsleiterin Bildung und Arbeit, führten die Besucher der Firma durch die BBW-Ausbildungswerkstätten. Die Delegation um den Vorstandsvorsitzenden der Erwin Hymer Group, Martin Brandt, und Hymer-Personalleiter Ralph Albert, zeigte sich demnach beeindruckt von den Möglichkeiten, die es dort für junge Menschen mit besonderem Teilhabebedarf auf dem Weg ins Berufsleben gibt.

Möglichst früh ins Praktikum

„Wir wollen für unsere Azubis jedoch keine dreijährige Ausbildung im geschützten Raum, sondern dass sie möglichst früh Praktika in der realen Arbeitswelt absolvieren und dabei Erfahrungen sammeln können“, so Christian Braun.

Dabei sei das BBW auf externe Partner angewiesen, ergänzte Monika Kordula. Im Mittelpunkt standen die Werkstätten, die auch bei der Produktion von Wohnmobilen und Wohnwagen von Interesse sind: Schreinerzentrum, Farbtechnik und Raumgestaltung, Fahrzeugtechnik sowie der Bereich Lager und Logistik. Bereits in der Vergangenheit durchliefen BBW-Azubis Praktika bei der Firma Hymer oder fanden dort nach der Ausbildung einen Arbeitsplatz. Ralph Albert sieht den Bedarf an Fachkräften insbesondere im Holzbereich. „Es gilt zu schauen, welche Ausbildungsinhalte wir vermitteln können und was sich in die Ausbildung integrieren lässt.“

Im nächsten Schritt gehe es dann um die Auswahl geeigneter Azubis, auf deren spezielle Erfordernisse das Unternehmen eingehen könne. „Wenn wir Ressourcen bieten können, von denen BBW und Hymer profitieren – warum nicht?“, sagte der Personalleiter mit Blick auf eine mögliche Kooperation.

Fester Praktikumsplatz für Azubis

Der Erwin-Hymer-Group-Vorstandsvorsitzende Martin Brandt begrüßte die Idee, dass seine Firma einen festen Praktikumsplatz für Auszubildende im dritten Lehrjahr zur Verfügung stellt. In diesem könnten immer wieder andere BBW-Azubis Erfahrungen in der freien Wirtschaft sammeln. Auf der anderen Seite könnten Hymer-Mitarbeiter von Qualifizierungs- und Fortbildungsmöglichkeiten im BBW profitieren. „Sie reichen vom Staplerführerschein über Ausbildungsmodule bis zur Umschulung“, erläuterte Monika Kordula.

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