Boettcher und Kohlhepp als „Winnetou IV“ auf dem Kriegspfad

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Die Künstler Uli Boettcher (rechts) und Bernd Kohlhepp begeben sich im Frühjahr auf den Kriegspfad in der Stadthalle.
Die Künstler Uli Boettcher (rechts) und Bernd Kohlhepp begeben sich im Frühjahr auf den Kriegspfad in der Stadthalle. (Foto: Kalmbach)
Freie Redakteurin

Die Waldseer Kleinkunstreihe „Kultur am See” bietet im ersten Halbjahresprogramm 2019 insgesamt sieben Veranstaltungen aus Kabarett, Comedy und Musik im Haus am Stadtsee. Verpflichtet haben die Macher des Kulturvereins „Spektrum K” unter anderem Uli Boettcher und Bernd Kohlhepp für einen gemeinsamen Auftritt auf dem Kriegspfad sowie die bekannten Kabarettisten Stephan Bauer und Vince Ebert.

Den Auftakt im neuen Halbjahresprogramm macht am Samstag, 12. Januar, das Herren-Trio „Bidla Buh“ mit Musik-Comedy und dem Programm „Sekt, Frack und Rock‘n‘Roll“. Der Name ist laut Veranstalter auch Programm: „Die hanseatischen Vollblutmusiker Hans Torge, Ole und Frederick präsentieren in prickelnder Laune und mit vortrefflicher Eleganz ein knallbuntes Potpourri musikalisch-komödiantischer Leckerbissen. Sie sind überraschend, musikalisch virtuos und manchmal auch ein wenig skurril.“

Weiter geht‘s am Freitag, 25. Januar, mit dem Kabarettisten Philipp Weber und seinem Programm „Futter - streng verdaulich“. Weber ist laut „Kultur am See“ nicht nur ein talentierter Kabarettist, sondern auch ein studierter Chemiker. Mit dieser Doppelbegabung habe er es sich zur Aufgabe gemacht, den Verbraucherschutz zur „humoristischen Kunstform“ zu erheben. Nach diesem Abend werde sich das Publikum jedenfalls besser, gesünder und vor allem „viel entspannter“ ernähren.

Uli Boettcher und Bernd Kohlhepp sind am Samstag, 16. Februar, in „Winnetou IV“ mit einer Mischung aus Kabarett, Impro und Musik zu Gast in der Kurstadt. Die schwäbischen Künstler aus Baienfurt beziehungsweise Tübingen befinden sich dieses Mal auf dem Kriegspfad und schlagen damit laut Veranstalter ein wie ein Tomahawk. Kohlhepp wartet auf den ersehnten Durchbruch beim Film, den Boettcher ohne jegliche Praxiserfahrung drehen soll. Das einzige was ihn auszeichne, sei „Unverdrossenheit und körperliche Einsatzfreude“, heißt es dazu im Programmheft. Übrigens: Alle Angaben dazu sind laut Veranstalter ohne Gewehr!

Improvisieren mit Freudenschuss

„Einfach Compli-Katie“ lautet der Titel des neuen Musikkabarett-Programms von Katie Freudenschuss. Die Hamburger Halbösterreicherin ist Comedienne, Musikerin und „Sachensagerin, und sie sinniert am Freitag, 22. März, mit „Restschmäh“ darüber, was eigentlich wäre, wenn sie aus Schweden wäre und warum Stadiongesänge Kunst sind. Und sie improvisiert gerne mit ihren Zuschauern und begleitet sich selbst auf dem Klavier.

Der Kabarettist Stephan Bauer stellt am Samstag, 6. April, sein Programm „Vor der Ehe wollt ich ewig leben“ vor und sucht darin Antworten auf Fragen wie: Ist die Ehe trotz hoher Scheidungsraten wirklich überholt? Sind Single-Leben, Abendabschlussgefährten und Fremdgehportale im Netz eine taugliche Alternative? Oder kann man das alte Institut der Ehe nicht modernisieren? Ein „pointenpraller Mega-Spaß“ kündigen die Macher von „Spektrum K“ für diesen Abend an.

„Zukunft ist the future“ lautet das Programm des Kabarettisten Vince Ebert am Freitag, 3. Mai. In seinem neuen Programm wagt er einen Blick in die Zukunft: Wie werden wir in 20 Jahren sein? Wird uns „YouTube“ mit Katzenvideos in den Wahnsinn treiben? Und wann kommt die Frauenquote im Vatikan? Zukunft läuft eben immer anders ab, als man denkt. Vor zehn Jahren ist Rudolph Moshammer mit einem Telefonkabel erdrosselt worden – das wäre heute schon rein technisch gar nicht mehr möglich, weiß Ebert.

Den Schlusspunkt setzt am Samstag, 25. Mai, der Kabarettist Wolfgang Krebs mit „Geh zu, bleib da!“ Er verkörpert darin bayerische Politiker wie Markus Söder, Horst Seehofer, Joachim Herrmann oder Edmund Stoiber. Aber laut Veranstalter eben auch „die enorm erfolglose Allgäuer Schlager-Kanone Meggy Montana und natürlich den schlitzohrigen Schlawiner Schorsch Scheberl“

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