Besinnlich ins neue Jahr gestartet

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 250 Kerzen erleuchteten den Weg hinauf zur Kapelle.
250 Kerzen erleuchteten den Weg hinauf zur Kapelle. (Foto: Rudi Martin)
Rudi Martin

Am Silvesterabend sind einige Hundert Menschen aus nah und fern hinauf zur St. Sebastianskapelle gewandert. Die Kapelle auf der höchsten Erhebung von Bad Waldsee (758 Meter hoch) ist das Ziel vieler Menschen das ganze Jahr über.

Auch an diesem nebligen, regnerischen Silvesterabend begaben sich wieder viele Menschen – darunter auffallend viele Familien – auf den Weg hinauf zur Kapelle. Sie freuten sich darüber, dass das Team „Ökumene im Ort Haisterkirch“ zum Jahreswechsel wieder Zeichen zur Besinnung und inneren Einkehr angeboten hatte. Der Lichterweg mit 250 in Gläsern brennenden Kerzen vom Waldbeginn bis hinauf zur Kapelle beeindruckte selbst bei fehlender Schneepracht sehr.

Die zwei Familien Merk und Ruf hatten für den Lichterkranz gesorgt. Auch Hermann Kemmler gehörte zu den nächtlichen Pilgern. Er hatte vor drei Jahren bekanntlich für die Kreuzweg-Stationen am Wegesrand kleine Kupferlaternen angefertigt und gestiftet.

Um 23.30 Uhr waren in der Kleinkirche alle Plätze besetzt bei der besinnlichen Feier mit Aus- und Rückblick zur Jahreswende. Mit feinem Zusammenspiel (Gitarre und Querflöte) war die besinnliche Feier von Birgit Merk und Gabi Spieler musikalisch umrahmt worden. Das Neue Jahr wurde dann mit Glockengeläute, einem Lagerfeuer neben der Kapelle und heißem Getränkeangebot freud- und erwartungsvoll begrüßt.

Ein aufrichtiges Dankeschön drückten viele der Kapellenbesucher gegenüber den Initiatoren und Organisatoren des „Lichterwegs“ und der „Ökumene am Ort“ aus, nämlich gegenüber den Familien Merk, Ruf und Ulmer. Eine Segensbitte verinnerlichte all das, was sich sicher viele Menschen zum Jahreswechsel wünschen. „Gott segne deinen Weg, die sicheren und tastenden Schritte, die einsamen und die begleitenden, die großen und die kleinen Schritte, Gott segne dich auf deinem Weg“, so lautete der Anfang der Segensbitte (Text von Katja Süß) auf den ausgelegten und mit netten Fotos versehenen 250 Flyern.

Die Gebete, Lieder und Anregungen zum Meditieren stellten ein Kontrastangebot dar gegenüber der üblichen Begrüßung des Neuen Jahres mit Feuerwerk, Lärm und Festlichkeiten.

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