Bernd Friedrich erhält Auszeichnung zum Begabtenförderer

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Bernd Friedrich erhält Auszeichnung zum Begabtenförderer (Foto: Picasa)
Schwäbische Zeitung
Rudi Martin

Der Leitspruch „Ehre, wem Ehre gebührt“ trifft sicher auf Bernd Friedrich zu. Der Landesverband Hochbegabung Baden-Württemberg mit Sitz in Stuttgart – ein Verband, den es seit 1998 gibt – hat jetzt den langjährigen Leiter und Geschäftsführer der Kinder- und Jugendakademie (KJA) Bad Waldsee als „Begabtenförderer des Jahres 2012“ ausgezeichnet. Zum 9. Mal wurde diese Auszeichnung, die mit einem Preisgeld von 500 Euro verbunden ist, vergeben.

Bei einer öffentlichen Veranstaltung im Festsaal der Pädagogischen Hochschule Weingarten wurden die beiden Preisträger 2012 Karl Waidlich (Direktor des Königin-Olga-Stifts Stuttgart) und Bernd Friedrich, der als Lehrer der Döchtbühlschule im Sommer in den Ruhestand verabschiedet worden war, im würdigen Rahmen geehrt.

Die Aula war bis in die hintersten Reihen voll besetzt. Die Ehrungen und die anschließende Podiumsdiskussion zum Thema „Begabtenförderung im ländlichen Raum“ hatten offensichtlich besondere Zugkraft ausgelöst. Vor allem für Bernd Friedrich war es ein Heimspiel, denn viele Eltern, ehemalige Schüler, Kursleiterinnen und Kursleiter der KJA Bad Waldsee sowie Schulleiter und Lehrkräfte des Schulzentrums Döchtbühl waren nach Weingarten gekommen.

Den größten Beifall gab es bei der Laudatio durch den Vorsitzenden des Landesverbands Markus Siehr (Gärtringen), als dieser erwähnte, dass Bernd Friedrich sogar einen Gehaltsverzicht in Kauf nahm, als er 2004 das Amt des Konrektors an der Döchtbühlschule zurückgab, um sich ganz seinem „Kind“, nämlich der Kinder- und Jugendakademie Bad Waldsee, widmen zu können. Nochmals brandete großer Applaus auf, als er mitteilte, dass sein Preisgeld an die von ihm kreierte Stiftung fließen soll.

Der Text auf der überreichten Urkunde lautet:

„Wir ehren den Leiter der Kinder- und Jugendakademie Bad Waldsee für sein außergewöhnlich hohes Engagement für hochbegabte Kinder und Jugendliche. Besonders hervorzuheben ist seine Vorreiterrolle für die Begabtenförderung im oberschwäbischen Raum.

Sein Einsatz für hochbegabte Mädchen, aber auch die besondere Förderung und sein Augenmerk für Ausländerkinder und Kinder mit Migrationshintergrund verdienen höchste Anerkennung und Respekt. Er bildet sich ständig zur Hochbegabtenförderung fort, und seine sorgfältige Planung der vielfältigen Akademieangebote, an ungezählten Abenden und Wochenenden, ist vorbildlich.“

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