BASF-Skandal: Auslieferungsstopp bei Hymer

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In Fahrzeugen des Herstellers Hymer könnten krebserregende Matratzen vebraut worden sein.
In Fahrzeugen des Herstellers Hymer könnten krebserregende Matratzen vebraut worden sein. (Foto: dpa)
Thilo Bergmann/Benjamin Wagener

Der Rückruf eines gesundheitsgefährdenden Kunststoffes des Chemiekonzerns BASF betrifft auch die Erwin-Hymer-Gruppe (EHG) in Bad Waldsee. Das bestätigte der Wohnmobilkonzern der „Schwäbischen Zeitung“. Demnach hat der Schaumstofflieferant das Unternehmen am 10. Oktober informiert, dass die EHG möglicherweise mit Matratzen und Polstern beliefert wurde, die mit Dichlorbenzol belastet sind.

Dichlorbenzol ist Bestandteil von Toluylendiisocyanat, kurz TDI, eines zum Schäumen von Polstern und Matratzen eingesetzten Vorproduktes der Firma BASF.

Auslieferungsstopp veranlasst

„Mit diesem Vorprodukt wurden im Zeitraum vom 25. August bis 29. September auch einige Lieferanten der EHG von BASF beliefert. Um jegliches Risiko auszuschließen, haben wir daher mit Wirkung zum 11. Oktober einen sofortigen Auslieferungsstop für potentiell betroffene Fahrzeuge angeordnet“, sagte eine EHG-Sprecherin auf Anfrage.

Im Verlauf des Donnerstag habe es dann eine Entwarnung seitens BASF gegeben. „Im Rahmen einer Risikobewertung haben BASF-Experten Untersuchungen an betroffenen Schäumen durchgeführt. Ihre Ergebnisse zeigen, dass von einer Gesundheitsgefährdung nicht auszugehen ist. Die zuständigen Behörden, Verbände und Kunden wurden von BASF gestern informiert“, erklärte die Sprecherin weiter.

Zuvor hatte der SWR berichtet, dass vor allem EHG-Fahrzeuge der Marken Hymer und Dethleffs von den verunreinigten Polstern betroffen seien.

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