Nicht nur beim Jazz-Frühschoppen im Sommer wird das Bahndenkmal rege genutzt.
Nicht nur beim Jazz-Frühschoppen im Sommer wird das Bahndenkmal rege genutzt. (Foto: Archivbild: Dietmar Hermanutz)
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Ein fünfter Leader-Projektaufruf ist im Frühjahr 2019 geplant. Interessierte können sich jederzeit melden. Weitere Informationen unter: www.re-mo.org

Vom Förderprogramm Leader haben im vierten Projektaufruf sieben Initiativen profitiert. Neben dem Projekt „Naturraum Blau“ in Volkertshaus erhält auch der Förderverein Durlesbach-Bähnle finanzielle Unterstützung der Europäischen Union und des Landes Baden-Württemberg. Rund 6300 Euro werden für den Bau eines Toilettenhäuschens am historischen Bahndenkmal in Durlesbach beigesteuert.

„Das ist natürlich herrlich. So ein Projekt steht und fällt mit der Förderung“, freut sich Reute-Gaisbeurens Ortsvorsteher Achim Strobl über die positive Nachricht. Am Mittwoch ging der Bauantrag ein und nun hofft Strobl auf eine schnelle Genehmigung. Es müssten zwar noch „gewisse Formalitäten erledigt werden, aber innerhalb eines halben Jahres sollte das Ganze umgesetzt sein“, verrät der Ortsvorsteher.

Warum das Toilettenhäuschen so wichtig für das Bahndenkmal ist, ist für Strobl leicht zu beantworten. Einerseits gehöre eine Toilette einfach zum Bahnhof dazu, wie auch das Beispiel Aulendorf zeige, meint Strobl mit einem Lächeln. Andererseits wird der Standort dadurch aufgewertet und zu einem Veranstaltungsort gehört ein solche Einrichtung einfach dazu. Schließlich eigene sich das Bahndenkmal-Gelände ideal als Treffpunkt und werde immer häufiger von Gruppen aufgesucht. Exemplarisch nennt Strobl den Jazz-Frühschoppen im Sommer. Da hätten die Veranstalter auf die Toiletten im benachbarten Bahnhof zurückgreifen dürfen. Andernfalls hätten Toilettenwagen angemietet werden müssen – und das kostet.

Ideen für das Gelände gibt es genug. So könnten kulturelle Veranstaltungen dort stattfinden. Mit einem Toilettenhäuschen ist dann an bestimmte Grundbedürfnisse gedacht. „Es gibt auch Reisebusse die dort anhalten und die Reisenden gehen dann oft genug in die Büsche“, weiß Strobl. Mit einem ruhigen Örtchen könnte dem entgegengewirkt werden. Und nicht zuletzt würden viele Wanderer und Fahrradfahrer am Bahndenkmal vorbeikommen und ein WC in Anspruch nehmen wollen. „Ursprünglich gab es mal eine Toilette im Toilettenwagen. Aber aus verschiedenen Gründen ist die nicht mehr nutzbar“, verdeutlicht der Ortsvorsteher die Situation vor Ort.

„Es soll eine öffentliche Toilette werden. Wie genau das dann umgesetzt wird, muss man noch ausarbeiten“, so Strobl. Vandalismus und die Reinigung müssten jedenfalls bedacht werden. Eine mögliche Umsetzungsidee sieht ein elektronisches Schloss vor, das mithilfe einer App geöffnet werden kann. Aber das sind Detailpläne. Zunächst gilt es, das insgesamt rund 30 000 Euro teure Projekt in die Tat umzusetzen. Und da hofft Strobl auf Sponsoren oder Handwerker, die mitanpacken.

Das Bahndenkmal mit seinen Picknick-Bänken stellt laut Strobl einen besonderen Ort dar: „Hier kann man Natur und Kultur erleben – und hat zukünftig noch eine Toilette. So etwas findet man in der Natur selten.“

Ein fünfter Leader-Projektaufruf ist im Frühjahr 2019 geplant. Interessierte können sich jederzeit melden. Weitere Informationen unter: www.re-mo.org

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