Bad Waldsees Volleyballer behalten die Nerven

Lesedauer: 4 Min
 Nach dem Heimsieg gegen den VfB Friedrichshafen II (li. Philipp Burkhardt) hat die TG Bad Waldsee (re. Simon Bergmann) auch bei
Nach dem Heimsieg gegen den VfB Friedrichshafen II (li. Philipp Burkhardt) hat die TG Bad Waldsee (re. Simon Bergmann) auch beim VfL Sindelfingen gewonnen. (Foto: Rolf Schultes)
Schwäbische Zeitung

TG: Bergmann, Bloching, Büker, Dewor, Elsäßer, Hardi, Moosherr, Knaus, Romer, Sauerbrey, Scheerer.

Einen relativ klaren Sieg haben sich die Volleyballer der TG Bad Waldsee am späten Sonntagnachmittag in der Regionalliga beim VfL Sindelfingen erkämpft. Die TG, die durch den Sieg Tabellenvierter bleibt, gewann beim Tabellennachbarn mit 3:1 (19:25, 25:22, 25:18, 25:20).

Sindelfingen hatte bis dato in der Saison alle Heimspiele, auch gegen in der Tabelle besser stehende Mannschaften, gewonnen. Die Gastgeber waren also mit dem nötigen Selbstbewusstsein ausgestattet, hatten aber gleichzeitig im eigenen Vorbericht die Bad Waldseer Mannschaft als Angstgegner bezeichnet, weil die Gäste die vergangenen sechs Duelle für sich entscheiden konnten. Beide Mannschaften kannten sich also aus zahlreichen Spielen. Die TG Bad Waldsee wusste, dass sich das Spiel der Sindelfinger hauptsächlich auf dem Können des Ex-Bundesligaspielers Sven Metzger aufbaute und dass sich die Sindelfinger vor dieser Saison mit weiteren Spielern verstärkt hatten. Für die Bad Waldseer war daher der VfL favorisiert.

Ein Fehler am Ende

Ab dem ersten Ball entwickelte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen. Beim Stand von 17:17 waren es dann doch fünf brachiale Aufschlagpunkte von Metzger, die dem VfL einen größeren Vorsprung brachten, der letztendlich die Grundlage für den 25:19-Satzgewinn war. Auch der zweite Satz verlief auf Augenhöhe. Gegen Satzende war es die TG, die sich besser auf das Spiel des Gegners eingestellt hatte. Bad Waldsee führte mit 20:15, Sindelfingen kam auf 20:21 heran. Nervenstark hielt die TG dagegen und gewann dann den Satz schließlich mit 25:21.

Bis zum 7:7 verlief auch der dritte Satz ausgeglichen. Eine strittige Schiedsrichterentscheidung, die eine fast zehnminütige Unterbrechung verursachte, brachte die Sindelfinger mehr aus dem Konzept als die Gäste. Die Waldseer spielten variabel, mit großem Kampfgeist und hoher Einsatzbereitschaft, während sich die Fehlerquote aufseiten der Gastgeber gleichzeitig erhöhte. Mit 25:18 holte sich die TG den dritten Durchgang.

Das Bad Waldseer Trainerteam Evi Müllerschön und Peer Auer nutzte – im Gegensatz zu Sindelfingen – die verschiedenen taktischen Möglichkeiten durch Wechsel und setzte situationsbedingt alle Spieler ein. Dass die TG eingespielt ist und Potenzial auf allen Positionen hat, zeigte sich im vierten Satz. Während das Spiel der Sindelfinger hauptsächlich auf Einzelaktionen ausgelegt war, die zu diesem Zeitpunkt nicht mehr griffen, hielt die TG als Team dagegen. Die Oberschwaben hatten in allen Belangen die bessere Antwort parat.

Es war ein relativ leichter Fehler des VfL, der den Bad Waldseern den vierten Satz (25:20) und damit den 3:1-Sieg einbrachte. Die TG Bad Waldsee steht damit nach dem sechsten Spieltag auf dem vierten Tabellenplatz. Am Sonntag empfangen die Oberschwaben den USC Freiburg – ebenfalls ein Gegner aus dem vorderen Feld der Tabelle.

TG: Bergmann, Bloching, Büker, Dewor, Elsäßer, Hardi, Moosherr, Knaus, Romer, Sauerbrey, Scheerer.

Meist gelesen in der Umgebung
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen